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Oberhavel Schallschutzwand droht umzufallen
Lokales Oberhavel Schallschutzwand droht umzufallen
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17:01 02.08.2016
Die Schallschutzwand am Schönfließer Wohngebiet. Quelle: Enrico Kugler
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Schönfließ

Die Standsicherheit der seit 1995 bestehenden Schallschutzwand entlang der Glienicker Chaussee (Landesstraße L 30) am Rande des Wohngebietes Bieselheide in Schönfließ ist gefährdet. Die rund 150 Meter lange und drei Meter hohe Holzwand ist auf Grund ihrer Konstruktion nicht reparabel und droht schlimmstenfalls zu kippen. Darüber informierte Fachdienstleiter Tino Matzke vom Bereich Bau und Liegenschaften im Rathaus.

Aus Sicherheitsgründen sei die Wand deshalb seit Dienstag, 2. August, mit einem Bauzaun abgesperrt. Der Zaun verläuft entlang des Geh- und Radweges an der Landesstraße und zäunt quasi das Wäldchen zwischen Wand und Weg ein, um dortige Pfade unzugänglich zu machen.

Die Schallschutzwand wurde 1995 vom damaligen Investor des Baugebietes errichtet, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Eine baurechtliche Auflage habe es hierzu nicht gegeben. Die Wand sei vermutlich errichtet worden, um die Wohnhäuser besser vermarkten zu können. Wenn die Schallschutzwand abgebrochen werden sollte, werde es keinen Ersatz geben, da hierfür keine rechtliche Grundlage bestehe. In diesem Fall obliege es den Nutzern der anliegenden Gärten, eigene Lösungen zu finden.

Tino Matzke nennt weitere Probleme: Das Bauwerk steht auf einem Grundstück der Gemeinde Mühlenbecker Land. Und: „Es handelt sich um Sondermüll.“ Die Kosten für Abbruch und Entsorgung würden derzeit ermittelt, um der Gemeindevertretung Zahlen vorlegen zu können. Denn am Ende müsse dort entschieden werden, wie weiter vorgegangen wird.

Die Wand musste bereits abgestützt werden. Quelle: Enrico Kugler

Das betreffe auch die bislang geduldete Gartennutzung eines Streifens zwischen eigentlichem Baugebiet und der Wand. Es wäre ratsam, in diesem Zusammenhang klare Verhältnisse zu schaffen und die Grundstücksfrage neu zu ordnen, so Matzke, beispielsweise in Form eines Pachtverhältnisses. Schließlich stünden teilweise auch Schuppen und ähnliches auf der Gemeindefläche.

„Die Allgemeinheit hat wenig von der Wand“, sagt Anwohner Jürgen Lenssen. Den Gewinn für den Lärmschutz schätzt er als gering ein. Viel mehr habe es sich um einen Sichtschutz gehandelt. Ein weiterer Vorteil habe mit der vergrößerten Vorgartenfläche bestanden. Ganz ähnlich äußert sich Anwohnerin Karin Bittner: „Auf jeden Fall ist die Wand ein Sichtschutz“, sagt sie. Einen Vorteil beim Lärmschutz vermag auch sie nicht zu erkennen.

Anwohner waren es auch, die Rathausmitarbeiter im Frühjahr auf die schwindende Standsicherheit der Konstruktion aufmerksam gemacht hatten. Daraufhin wurde das Baumt tätig. Belastbare Zahlen über die Kosten von Abriss und Entsorgung hofft Tino Matzke in rund zwei Wochen auf dem Tisch zu haben. Danach müsse sich die Verwaltungsspitze mit der Politik ins Benehmen setzen. Sein Augenmerk richtet der Fachbereichsleiter allerdings vorrangig auf die Sicherheit: „Wichtig ist, dass keine Gefahr mehr besteht.“

Das Wohngebiet

Auf einem ehemaligen Kasernengelände des Ministeriums für Staatssicherheit entstand 1996/97 das Wohngebiet Bieselheide in der damals noch selbstständigen Gemeinde Schönfließ (Amt Schildow).

Durch den Wohnpark „Frohe Aue“ erhöhte sich die Anzahl der Bewohner von Schönfließ um rund 1600 Siedler.

Sie wurden Nachbarn, trafen sich im Garten, dem Restaurant „Peppermint“ neben der Schönfließer Passage oder in der Dorfkneipe, verabredeten sich fürs Wochenende – und gründeten einen Verein – den Bürgerverein Bieselheide. Der möchte das Miteinander fördern und gemeinsame Interessen der Anwohner vertreten helfen.

Nach der Kommunalreform 2003 ließ die politische Vertretung der neuen Gemeinde Mühlenbecker Land einen Versammlungsraum im Wohngebiet herrichten, der öffentlich genutzt (und auch privat gemietet) werden kann. In diesem Bürgertreff Bieselheide finden die regelmäßigen Veranstaltungen des Bürgervereins statt.

Von Helge Treichel

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