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Oberhavel Filmreifer Schwung
Lokales Oberhavel Filmreifer Schwung
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19:00 18.02.2016
Die Eiche an der Kirche wird zur Filmkulisse. Quelle: Susanne Wernicke
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Zehdenick

Die Schaukel im Zehdenicker Pfarrgarten war der Auslöser für die bislang verrückteste Idee zum diesjährigen Stadtjubiläum. Pfarrer Andreas Domke hatte beim Blick auf das gemütliche Pendel die Eingebung, die Schaukel in den Mittelpunkt eines ambitionierten Filmprojekts zu rücken. 800 Zehdenicker mögen aus Anlass der 800-Jahrfeier auf der Schaukel Platz nehmen und einmal kräftig Schwung holen. Aneinandergereiht sollen die Bilder einen Film ergeben – und möglichst viele Gesichter der feiernden Stadt zeigen. Für jeden Mitwirkenden bleiben zwischen drei und fünf Sekunden Sendezeit – „hier sind nur Hauptrollen zu vergeben“, betont der Pfarrer.

Die Heidi-Schaukel, wie sie ihm vorschwebt, wird derzeit angefertigt. „Sie bekommt ein richtiges Polster, damit man darauf bequem sitzen kann, und starke Seile, um sie festzumachen“, sagt er. Angebracht wird sie an der großen Eiche neben der Kirche – die Filmkulisse. Gedreht werden soll an mehreren Tagen Anfang März. Für die Kameraposition konnte Domke die Fotografin Susanne Wernicke gewinnen, die sich während ihres Studiums auch mit Filmtechnik befasste und darüber hinaus eine besondere Beziehung zur Kircheneiche hat: „Die liebe ich schon seit Kindertagen“, sagt die Zehdenickerin. Andreas Domke ist optimistisch, dass 800 Einwohner mitschaukeln und zum Gelingen des Projektes beitragen werden – „die Zahl ist praktisch vorgegeben. Darunter können wir nicht bleiben“, betont er. Die Kirchengemeinde hat erste Kontakte geknüpft und möchte Kinder, Schüler, Erwachsene, Handwerker, Händler, Banker, Unternehmer, Lehrer, Apotheker, Senioren und alle Einwohner einladen, mitzuwirken. Aus dem gesamten Stoff soll am Ende ein rund 60-minütiger Film geschnitten werden. Die Uraufführung ist für den Festtag am 25. Juni in der Stadtkirche geplant. Der Clou: die Filmmusik dazu soll live eingespielt werden. Musiker der Gemeinde um Kantor Benjamin Bouffée werden an der Orgel und anderen Instrumenten improvisieren und zu den Bildern den passenden Klang produzieren.

„Das Schaukeln ist ganz und gar ungefährlich“, versichert Domke. Unter der Eiche wird ein Podest aufgebaut werden, so dass die Mitwirkenden bequem aufsitzen und absteigen können. Zudem sind Helfer am Set, die den Darstellern auf das Polster und hinunter helfen. Für alle, die sich unter der Woche keine Auszeit nehmen können, wird es am Sonnabend, 19. März, einen Extra-Drehtag geben.

Von Cindy Lüderitz

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