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Oberhavel Scherben auf dem Skatepark
Lokales Oberhavel Scherben auf dem Skatepark
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07:00 30.05.2017
Jugendliche Hinterlassenschaften auf dem Skatepark: Für andere Jugendliche, die hier Roller fahren wollen, kann das gefährlich werden. Quelle: privat
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Oranienburg

„Die Jugend schon wieder.“ Es fällt vielen Menschen leicht, mit einer abgedroschenen und floskelhaften Phrase ein ganzes Lebensgefühl zu entwerten. Dazu noch ein arrogantes Augenrollen, ein resigniertes Stöhnen und Ächzen, schon ist der Konflikt der Generationen neu entfacht. Im Fall der Skateanlage in der verlängerten Erich-Mühsam-Straße in Oranienburg, liegt der Fall anders. Hier mokiert sich kein Senior, nein, es regt sich die Jugend über die Jugend auf.

Problem: Das Areal unweit des Bürgerzentrums und der Havelschule ist zum Teil mit zersprungenen Flaschen und Dreck übersät. „Die ganzen Scherben sind richtig gefährlich für uns“, so Fabian Neumann. Vor wenigen Wochen hätten sogar verbrannten Sachen rumgelegen, die auf ein Feuer schließen lassen. Der 16-jährige Oranienburger ist regelmäßig mit fünf bis zehn gleichaltrigen Freunden auf der Anlage, fährt Scooter (Roller) und auf dem BMX-Rad, meist nach der Schule und am Wochenende.

Übeltäter: Weitere Jugendliche

Die Anlage ist ein Treffpunkt geworden – mit mittlerweile unschönen Folgen wegen der vielen Scherben: Platte Reifen und sogar Schnittwunden an den Beinen. Fabian Neumann ergriff deshalb mit ein paar Kumpels die Initiative – und räumte nach Herrentag und am Wochenende danach selbst auf. Drei Tage hintereinander. Ohne die Aktion hätten sie die Bahn nicht betreten können. „Auch für die Skater und die ganzen Kinder, die hier Roller fahren, ist es gefährlich.“

Auch direkt vor dem Park, an den Glascontainern, könnte es für Radfahrer gefährlich werden. Quelle: Winkler

Übeltäter: Andere Jugendliche. Fabian Neumann schätzt, dass sie zwischen 17 und 21 Jahren alt sind. Sie trinken und feiern hier, hinterlassen ihren Müll, lassen ihre Flaschen zerschellen – und liegen. „Die Stadt schaut nur ab und zu mal vorbei, das reicht nicht“, ist sich Fabian Neumann sicher.

Stadthof: Regelmäßige Reinigungen

Der Stadthof ist in der Tat in der Pflicht. Er ist für die Sauberkeit der Skatefläche zuständig. Sie ist Teil des 2011 als Freizeitanlage „TolOra“ (Tolerantes Oranienburg) eröffneten Areals. Zur Anlage, damals von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam konzipiert, gehören neben dem Skatepark noch Lehmhügel für Biker (Dirt-Jump-Fläche), Graffiti-Wände und ein Liegebereich zum Entspannung. Laut Beschreibung auf der Stadtseite sei der Spielplatz – Kosten damals: 340 000 Euro – für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren geeignet.

Genießen können Fabian Neumann und seine Kumpels den Park seit Tagen nicht mehr. Dem Stadthof sind die Probleme bekannt. Sie kämen „schubweise“ vor, wie nach einem verlängerten Wochenende und Herrentag, heißt es auf MAZ-Nachfrage.

Regelmäßig wird die Skateanlage vom Stadthof gereinigt. Quelle: Winkler

Der Verschmutzungsgrad sei nicht anders als auf ähnlichen Anlagen im Stadtgebiet: Glasflaschen, Scherben, Zigarettenkippen, Essensreste und Erbrochenes entfernen die Mitarbeiter. Die Freizeitanlage werde jede Woche kontrolliert: Montags wird der Spielplatz besichtigt, dienstags und donnerstags kommen die „Handreiniger“, die Unrat aufsammeln, einmal die Woche fährt eine Kehrmaschine über die Asphaltfläche. Nur letzten Freitag hat niemand vorbeigeschaut.

Von Marco Winkler

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