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Schimmel in der Kita Sonnenschein

Kita-Havarie in Glienicke Schimmel in der Kita Sonnenschein

Ein Wasserschaden in der Kita „Sonnenschein“ beschäftigt die Glienicker Kommunalpolitiker und Verwaltung in der Ferienzeit. Ein Gruppenraum samt Sanitärbereich wurden gesperrt. Für gut 140 Kinder muss für sechs Monate eine Ausweichlösung geschaffen werden. Im Rathaus hat dafür ein zeitweiliger Ersatzbau erste Priorität.

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Die Kita „Sonnenschein“ im Ackerdistelweg 2.

Quelle: Enrico Kugler

Glienicke. Ein Nässeschaden in der Kita „Sonnenschein“ beschäftigt die Glienicker Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter während der Ferienzeit. In einer der Trockenbauwände waren im Juli Feuchtigkeit und Schimmel entdeckt worden. Ein Gruppenraum sowie der zugehörige Sanitärbereich wurden daraufhin gesperrt und versiegelt. 16 davon betroffene Kinder werden seit dem 29. Juli auf andere Gruppen aufgeteilt. Mitarbeiter des beim Landkreis angesiedelten Gesundheitsamtes haben die Schäden begutachtet. Ein Ergebnis: Die Sanierung kann nicht im laufenden Betrieb stattfinden.

Zeitweiliger Ersatzbau auf dem Bolzplatz

Ab November soll die Kita deshalb vollständig geschlossen werden, um den Schaden grundlegend zu beheben. Für gut 140 Kinder und ihre Erzieherinnen muss deshalb für sechs Monate eine Ausweichlösung geschaffen werden. Im Rathaus wird dafür ein zeitweiliger Ersatzbau in Modulbauweise auf dem Bolzplatz an der Ecke Niederbarnimstraße/Märkische Allee als einfachste Variante bevorzugt, sagte Bürgermeister Hans G. Oberlack (FDP) auf Nachfrage.

Der bislang favorisierte Ausweichstandort an der Ecke Niederbarnimstraße/Märkische Allee

Der bislang favorisierte Ausweichstandort an der Ecke Niederbarnimstraße/Märkische Allee. Derzeit wird das Gelände als Bolzplatz genutzt.

Quelle: ENRICO KUGLER

Zunächst war ein undichtes Eckventil im Spülkasten einer Kindertoilette als mögliche Quelle der Feuchtigkeit identifiziert worden. Als im Anschluss an die sofortige Reparatur die Wände trockengelegt werden sollten, kamen Zweifel an dieser alleinigen Ursache auf. Mit einem Gutachten solle der Nässe nun endgültig auf den Grund gegangen werden, sagte der Bürgermeister. Bis dahin könne nur spekuliert werden, ob es möglicherweise tiefgründigere Ursachen gibt und es sich um einen Fall für die Versicherung oder von Gewährleistung handelt. Noch in dieser Woche, spätestens aber in der nächsten Woche sei das Ergebnis der Untersuchung zu erwarten.

Bau- und Haushaltsfragen in Sondersitzungen

Unterdessen wird intensiv an der Ausweichlösung gearbeitet. Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Sport trafen sich auf Einladung ihres Vorsitzenden Uwe Klein (SPD) am vergangenen Donnerstag zu einer Sondersitzung. Mehrere Möglichkeiten sind abzuwägen. Zweite Priorität hinter dem Boldplatz-Standort habe das „Zirkusgrundstück“ an der Ahornallee. Die Behelfskita würde jedoch den Investor NCC ausbremsen, der dort ab 2016 ein eigenes Bauvorhaben realisieren möchte. Die Verzögerung könnte teuer werden, so der Bürgermeister. An dritter Position steht die Variante, den Modulbau im Garten der jetzigen Kita zu bauen – auf Kosten der Bepflanzung, die gerade groß genug sei, um Schatten zu spenden. Zudem fehle die Spielfläche, die auf dem Bolzplatz vorhanden sei. Vierte Möglichkeit sei, das ehemalige Möbelgeschäft in der Schönfließer Bieselheide auszubauen. Das allerdings wäre „nicht viel billiger“ als die Bolzplatz-Variante, sagte der Bürgermeister. 300 000 Euro seien für die vorübergehende Ersatzlösung eingeplant, inklusive Fundament und Anschlüsse. Kontakt zu einem Anbieter, der kürzlich andernorts eine gebrauchte Modul-Kita demontiert hat, bestünden bereits. Weitere 200 000 bis 250 000 Euro seien für die Schimmelsanierung eingeplant.

Weitere Möglichkeit, wo der Landkreis Flüchtlinge unterbringen will

Als Standort komme zusätzlich das am Donnerstag vorgeschlagene Grundstück Gartenstraße 11 in Frage. Der Landkreis, der dort in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge plant, habe Einverständnis signalisiert, sagte Hans G. Oberlack. Nachteilig sei allerdings die Hanglage der Fläche wegen des zu erwartenden baulichen Mehraufwandes. Und einen Synergieeffekt werde es wahrscheinlich nicht geben, da die geplanten Modulbauten von ihrer Zweckbestimmung nicht kompatibel seien.

Sonderschicht der Kommunalpolitik

Die Gemeindevertretung wird am Mittwoch, 2. September, in einer Sondersitzung die erforderlichen Beschlüsse fassen. Beginn: 18.30 Uhr in der Mensa der Grundschule (Hauptstraße 65a).

Viel Platz zum Toben

Die Kita wurde im Zuge eines städtebaulichen Vertrages vom Sonnengarten-Investor NCC errichtet und im Jahr 2000 eröffnet.

Die Einrichtung liegt unmittelbar am Rande des Wohnparks „Sonnengarten“. Ihr helles, moderne Haus wird ergänzt von einer 3000 Quadratmeter großen Außenspielfläche.

Von Helge Treichel

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