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Oberhavel Schlaflos in Lehnitz
Lokales Oberhavel Schlaflos in Lehnitz
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18:48 20.01.2014
Franziska Lorenz mit ihrem Sohn Leon. Quelle: MAZ
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Lehnitz

Nicht nur Leon freut sich. Auch seine Eltern. Schließlich ist es im Sommer soweit, dass ihr Sohnemann zur Schule kommt. Doch seit Dezember ist die Vorfreude von Familie Lorenz aus dem Havelkorso 183 getrübt. Denn in einem Schreiben teilte die Stadt den Lehnitzern mit, dass wegen des neuen Zuschnitts der Schulbezirke Sohn Leon im Sommer nicht in die Grundschule Lehnitz, sondern in die Havelschule eingeschult wird. "Wir hatten seitdem viele schlaflose Nächte. Damit haben wir nicht gerechnet", so Franziska Lorenz.

2006 ist sie mit ihrem Mann Nico nach Lehnitz gezogen, und seit fünf Jahren geht Leon in die Lehnitzer Kita. Fühlt sich dort wohl, hier hat er seine Freunde. Noch dazu ist Cousin Nils dabei, mit dem er aufwachse. Vieles spreche dafür, dass Leon natürlich in Lehnitz zur Schule gehen sollte. So sind die berufstätigen Eltern bei der Nachmittagsbetreuung auf die Hilfe der Großeltern angewiesen. Und die wohnen gleich um die Ecke. "Dorthin kann er allein gehen, so die Mutti, die bald ihr zweites Kind erwartet. Ginge Leon in die Havelschule müsste sie künftig erst das kleine Kind in die Kita, anschließend Leon zur Schule bringen, sechs Jahre lang. "Zur Lehnitzer Grundschule sind es für Leon zwei Kilometer, zur Havelschule 4,2. Mit der Fahrerei würde ihm jede Selbstständigkeit genommen", argumentiert Franziska Lorenz. Das wollen die Eltern nicht akzeptieren und haben Widerspruch gegen die Entscheidung des Staatlichen Schulamtes in Perleberg eingelegt. Und zudem einen Versetzungantrag gestellt. Die Schreiben gingen ebenso an die Stadt.

Ein Bescheid vom Schulamt Perleberg ist erst im Mai/Juni zu erwarten. Eine lange Zeit der Unsicherheit, findet Leons Mutti, die zudem anregt: "Im Sommer verlassen zwei sechste Klassen die Lehnitzer Grundschule, nur eine wird nachrücken. Mit 28 Anmeldungen ist sie vergleichsweise voll. Wäre es nicht besser, zwei neue erste Klassen einzuschulen?"

Für zwei Klassen würden mindestens 46 Kinder für zweimal 23 pro Klasse benötigt, "die bringt Lehnitz definitiv nicht", so Vizebürgermeisterin Kerstin Kausche. "Tun wir es, kehren wir das Problem um, dann müssten Kinder der Havelschule nach Lehnitz gehen." Sie rät Familie Lorenz zu etwas Geduld. Noch sei längst nicht klar, wie viele Kinder wirklich eingeschult, vielleicht zurückgestellt werden. Manche Kinder wechselten noch zu freien Schulen.

Das Problem sei mit der Situation 2013 vergleichbar. Das habe sich dann völlig aufgelöst. Alle Lehnitzer Kinder, deren Eltern es wollten, konnte letzlich die Grundschule im Ortsteil besuchen. "Noch gibt es zu viele Unbekannte. Trotzdem liegt das letzte Wort beim Schulamt in Perleberg."

Das war in den vergangenen drei Tagen zu keiner Stellungnahme im Fall von Familie Lorenz zu erreichen. hb

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