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Schlagerstars mit viel Gefühl

Kristina Bach und Johnny Hill sangen in der Veltener Ofenstadthalle Schlagerstars mit viel Gefühl

Es ist ein nasskalter Sonnabend, Nieselregen schwirrt durch die Luft. Der Parkplatz vor der Veltener Ofenstadthalle ist menschenleer an diesem Herbstnachmittag. Doch drinnen ist Sommer. „In Rio de Janeiro, da gibt es vielleicht Typen, das glaubst du einfach nicht“, schmettert Schlagerstar Kristina Bach. Der Hallenboden bebt im stampfenden Beat, das Publikum klatscht im Viervierteltakt, Bach lässt im kleinen Schwarzen die Hüften kreisen.

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Quelle: Enrico Kugler s

„Musik für Millionen“ hieß es am Sonnabend wieder in der Veltener Ofenstadthalle. Doch ganz so viele Fans waren nicht gekommen. Nur knapp 300 Gäste saßen auf den Stühlen, die Ofenstadthalle war nicht mal halb voll. Dabei durften Schlagerfans eigentlich mit der Zunge schnalzen. Neben Kristina Bach sang auch das Südtiroler Duo Vincent & Fernando, immerhin Sieger des Grand Prix der Volksmusik, und Altmeister Jonny Hill.

„Musik für Millionen“ in der Veltener Ofenstadthalle am Sonnaben.Schlagerfans durften mit der Zunge schnalzen. Neben Kristina Bach sang auch das Südtiroler Duo Vincent & Fernando, immerhin Sieger des Grand Prix der Volksmusik, und Altmeister Jonny Hill. Für zwei Zuschauer wird dieser Abend jedenfalls lange in Erinnerung bleiben.

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Michael Heck, Komponist und Schlagersänger, moderierte die Show. „Wir wollen jetzt prima hineinklatschen in einen tollen Shownachmittag“, feuerte Heck das Publikum an. Egidius Keursgen (70) ließ sich das nicht zweimal sagen. Er sang, klatschte, schunkelte die vollen drei Stunden lang. Mit seiner Frau hat der Borgsdorfer alle Schlagerveranstaltungen in der Ofenstadthalle gesehen. Andrea Berg, Maxi Arland oder Kristina Bach – Keursgen kennt sie alle schon live. Als Schlagerfuzzi würde er sich aber trotzdem nicht bezeichnen. „Ich liebe jede Art von Musik, ich höre sogar Seed“, sagt der Rentner, der selbst Akkordeon spielt, seit er laufen kann. Warum die Stuhlreihen nur bis zur Hälfte der Halle reichten, konnte Keursgen nicht sagen. „Ich schätze mal, das liegt an den Herbstferien, da sind viele weg.“

Veranstalter Joseph Thomann lehnte an der Hallenwand, gute Laune hatte er nicht. Zum sechsten Mal hatte er das Konzert in der Ofenstadthalle organisiert, so wenig Publikum wie Sonnabend hatte Thomann aber noch nie. „Sonst haben wir immer 800 bis 1200 Leute hier. Ich habe heute einen fünfstelligen Betrag verloren“, so Joseph Thomann.

Etwa 50 Konzerte im Land Brandenburg organisiert der Veranstalter im Jahr, im Schlepptau hat er Stars wie Bernhard Brink, Gigi Anderson oder die Paldauer. Doch Thomann glaubt nicht, dass solche Schlagerkonzerte noch lange rentabel sind. Das Publikum ist mittlerweile einfach zu alt geworden. „Die Leute sterben eben langsam weg“, sagt Thomann, „da muss ich mir was Neues ausdenken.“

Von Marco Paetzel

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