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Oberhavel Schleichweg oder gewünschte Querverbindung?
Lokales Oberhavel Schleichweg oder gewünschte Querverbindung?
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23:45 11.10.2016
Die geplante Straße entlang der Bahnstrecke sorgt für Verdruss. Quelle: Helge Treichel
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Schildow

Die Vertragsverhandlungen mit dem Eigentümer haben sich langwieriger gestaltet als erwartet. Doch formal lief das Projekt zum Bau eines Senioren-Wohn- und Pflegeheims mit rund 80 Plätzen sowie eines Rewe-Verbrauchermarktes mit 1850 Quadratmetern Verkaufsfläche in Schildow auf Hochtouren. Das insgesamt zirka 2,4 Hektar große Plangebiet befindet sich direkt an der Strecke der Heidekrautbahn und grenzt an die Schönfließer Straße und die Bahnhofstraße sowie den Dorfplatz.

Eine erste frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zum zugehörigen Bebauungsplan Nummer 22 im Frühjahr ist abgeschlossen. Die Hinweise, Widersprüche und Stellungnahmen wurden von den Planern im Zuge der so genannten Abwägung bewertet. Sie wurden berücksichtigt – oder auch nicht. Die Gemeindevertretung folgte den Empfehlungen in ihrer Sitzung am Montagabend einstimmig – sehr zum Ärger von Harry Grimm. Dem Einwohner ist die geplante Form der Erschließung ein Dorn im Auge, weil sich ein Schleichweg bilden würde.

Ortstermin im Plangebiet. Quelle: Helge TReichel

Zur Seniorenwohnanlage, die von der kreiseigenen Klinikgesellschaft errichtet werden soll, und zum neuen REWE-Markt soll eine noch zu errichtende Erschließungsstraße führen. Diese soll parallel zur Bahnstrecke gebaut werden. Außerdem sind ein Parkplatz für den Verbrauchermarkt geplant sowie die planungsrechtliche Sicherung von Park- und Ride-Parkplätzen im Bereich des Haltepunktes der Heidekrautbahn. Laut Grimm könnten und dürften diese Planungsziele nicht realisiert werden, weil der so zwischen Schönfließer Straße (B 96a) und Bahnhofstraße provozierte Schleichverkehr „zu einer enormen Einschränkung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bewohner des Seniorenheims“ führen würde. Für den Verbrauchermarkt sei die Querverbindung nicht erforderlich, da durch eine Anbindung an die Schönfließer Straße bereits eine Erschließung in alle Richtungen gewährleistet sei. Grimm hält eine direkte Zufahrt des Verbrauchermarktes für erforderlich. Am weiterführenden Abzweig von der Zu- und Abfahrt sei ein Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art vorzusehen, ausgenommen Radfahrer und Anlieger. Dies wird von den Planern abgelehnt, weil die Ampelkreuzung stärker belastet wäre und gesunde Wohnverhältnisse ohnehin gesichert werden. Ohnehin ließe sich die berechtigte Ausnahme vom Durchfahrtsverbot kaum kontrollieren, sagt Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky.

Gemeinde, Marktbetreiberin und der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken stellen gemeinsam ihr Projekt vor. Quelle: Helge Treichel

Für eine „größere Durchlassmöglichkeit“ plädierte auch Gemeindevertreter und Ex-Bürgermeister Klaus Brietzke (CDU). Den Durchgangsverkehr zu unterbinden, würde beiden Projekten schaden, sagte Brietzke. Der Ortsbeirat empfahl die vorgeschlagene Variante unter der Voraussetzung, dass ein geringes Verkehrsaufkommen in der künftigen Planung auch sichergestellt wird, sagte Ortsvorsteherin Sylvia Gaideck (parteilos).

Neuerliche Einwände würden an das Planungsbüro weitergegeben und bei der nächsten Runde der Abwägung berücksichtigt, sagte Labitzky.

Von Helge Treichel

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