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Schleusenneubau auf dem Weg

Oranienburg Schleusenneubau auf dem Weg

2019 soll der Bau der neuen Friedenthaler Schleuse beginnen. Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Stadt und Bund am Mittwoch im Schloss steht nun fest, dass der Bund 50 Prozent der Kosten des Fünf-Millionen-Euro-Projekts trägt.

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Vertragspartner: Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke hat lange für den Neubau gekämpft und Professor Hans-Heinrich Witte (r.) auf seiner Seite.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Was lange währt, wird nun offenbar gut. Mit der Unterzeichnung der „Absichtserklärung für den Neubau der Schleuse Friedenthal“ am Mittwoch zwischen Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und dem Präsidenten der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Bonn, Professor Hans-Heinrich Witte, rückt der Neubau des Schleusenbauwerks in greifbare Nähe. Denn damit steht fest, dass der Bund für die Hälfte der bisher von der Stadt vorfinanzierten Planungskosten von 190 000 Euro aufkommt. Und in einem halben Jahr soll die Gesamtfinanzierung des Fünf-Millionen- Euro-Projekts stehen. Auch hiervon bezahlt der Bund die Hälfte, 40 Prozent das Land und zehn die Stadt Oranienburg. Baubeginn: 2019.

Aufgeräumte Stimmung am Mittwochmorgen im Sitzungsraum des Schlosses: Schließlich hat es sich doch ausgezahlt, in Sachen Schleusenneubau einen langen Atem zu behalten. Schon seit 2009 gibt es in Oranienburg einen Schlosshafen. Doch bis heute ist dort gen Norden Sackgasse. Mit vielen Verkehrsministern habe er in seiner Amtszeit auf dem August-Wilhelm-Steg gestanden, so Laesicke, und für den Schleusenneubau geworben. „Erst im letzten Jahr begann der Bund umzusteuern. Jetzt haben wir eine historische Vereinbarung. Für mich ein Riesenglück, dass sich alle Bemühungen gelohnt haben.“ Einziger Wermutstropfen: Das Land hätte gestern mit an den Tisch gehört. So haben statt drei vorerst zwei die Vereinbarung unterschrieben. Darüber war Laesicke doch enttäuscht, geht aber kurzfristig, „von einer verbindlichen Erklärung des Landes aus.“

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Was lange währt, wird nun offenbar gut: Mit der Unterzeichnung der „Absichtserklärung für den Neubau der Schleuse Friedenthal“ zwischen Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und dem Präsidenten der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Bonn, Professor Hans-Heinrich Witte, rückt der Neubau des Schleusenbauwerks in greifbare Nähe.

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Für Präsident Witte war es am Mittwoch der erste Besuch in Oranienburg. Die Generaldirektion verwalte 7300 Kilometer Wasserstraßen im Binnenbereich, davon spielten 2800 Kilometer aber keine Rolle mehr für die Güterschifffahrt. Regionale Konzepte für die Entwicklung des Wassertourismus seien deshalb um so wichtiger. Er freue sich, dass sich „der lange Weg jetzt für Oranienburg und auch die gesamte Region gelohnt hat.“

Die Schleuse, die das Nadelöhr am Schloss weitet und die Tore für Schiffe gen Norden öffnet, soll ab 2019 gebaut werden. Die Bombensuche erfolgt 2018, in dieser Zeit zudem das Planfeststellungsverfahren, so Baudezernent Frank Oltersdorf. Die Eröffnung ist für 2021 vorgesehen. Der Oranienburger Hafen, der heute jährliche Umsätze von 100 000 Euro macht, „wird dann sicherlich zu klein“, so TKO-Geschäftsführer Jürgen Höhn. Aber es gibt mögliche Erweiterungsflächen, deutete Laesicke an. Die städtische Tochter wird die Schleuse betreiben.

Die automatisierte Schleuse soll eine 40 Meter lange und sechs Meter breite Kammer haben, die selbst bedient werden kann.

Von Heike Bergt

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