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Schlösser mit Geschichte

Sommerswalde Schlösser mit Geschichte

Eine neu aufgelegte Broschüre ist zum Schloss Schwante und zum Schloss Sommerswalde erschienen, die am Freitag vorgestellt wurden. Bereits 2004 hatte es eine erste Auflage der Publikation gegeben, die vom „Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“ ehrenamtlich herausgegeben wird. Doch seit Jahren ist das Heft der Schlösser-Serie vergriffen.

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Gerd Kley mit den neu aufgelegten Broschüren über die Schlösser Sommerswalde und Schwante.

Quelle: Robert Roeske

Sommerswalde. Ließe man Gerd Kley wie er wollte, könnte er wohl stundenlang über die Historie von Schloss Sommerswalde oder auch Schloss Schwante erzählen. Und es würde keine Minute langweilig werden. Ein interessantes Detail nach dem anderen fördert er zutage. So erzählte er, dass dem Großvater von Richard Sommer, der 1888 Schloss Sommerswalde mit den fünf Gebäuden errichten ließ, einmal zahlreiche wertvolle Immobilien in der Nähe des Reichstages gehörten. Dass sogar eine Straße und ein Palais nach Stadtrat Carl August Heinrich Sommer benannt war. Mit dem Verkaufserlös der Gebäude konnte Richard Sommer 7000 Morgen Land in Schwante erwerben, inklusive dem alten Barockschloss Schwante, in dem er zu Beginn lebte. Doch er wollte etwas eigenes und baute für seine Familie – er hatte zwölf Kinder – Schloss Sommerswalde.

All das ist in der neu aufgelegten Broschüre nachzulesen, die am Freitag im Schloss Sommerswalde, das seit 2008 als buddhistisches Meditationszentrum genutzt wird – seit 2012 vom internationalen Retreat Center „Tharpaland“ – , vorgestellt wurde. Bereits 2004 hatte es eine erste Auflage der Publikation gegeben, die vom „Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“ ehrenamtlich herausgegeben wird. Doch seit Jahren ist das 153. Heft der Schlösser-Serie vergriffen. Annette Mai, Geschäftsführerin bei Tharpaland, berichtete, dass das Interesse an dem historischen Gebäudeensemble groß sei. Oft müsse sie Hausführungen durchführen oder Busgruppen das Schloss zeigen. Zu dem auch der alte Pferdestall gehört, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Original als „Rotes Rathaus“ bekannt ist oder die Orangerie, die einer orientalischen Moschee nachempfunden wurde, die jedoch noch auf ihre Sanierung wartet.

Das Prospekt beschäftigt sich mit der Lage des Schlosses, der Geschichte seines Eigentümers, seiner Nutzung und Erbauung. Zahlreiche neue historische und neue aktuelle Fotos sind in dem Heft enthalten, das für acht Euro erstanden werden kann. Gerd Kley, der Autor des Heftes, sei ein Glücksfall für Schwante, lobte Schwantes Ortsvorsteher Dirk Jöhling. „Ohne ihn wäre so etwas nicht möglich. Seine Akribie ist beispiellos. Das Schloss macht Schwante international berühmt.“

Von Ulrike Gawande

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