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Oberhavel Schlossparknacht: Barock trifft Brasilien
Lokales Oberhavel Schlossparknacht: Barock trifft Brasilien
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11:07 11.08.2014
Tänzerin des Bahia Dance Club. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Die Bühne im Schlosspark Oranienburg ist viel zu eng für ihre Darbietung, also springen die beiden Capoeirakünstler einfach herunter, auf den Rasen. Sie schlagen Salti, verrenken sich, weichen geschickt den vermeintlichen Angriffen des Gegenübers aus.

Sommernachtstraum im Schlosspark Oranienburg: 7700 Besucher kamen am Samstagabend, den 9. August 2014, in den festlich illuminierten Barockgarten, um sich bei brasilianischen Rhythmen, Rockmusik und Zauberschau zu amüsieren.

Ein Junge ist so begeistert von der brasilianischen Kampfkunstnummer, dass er anschließend einen der beiden Artisten ablichten will. Der meint es fast ein wenig zu gut, als er plötzlich scheinbar nach dem jungen Fotografen tritt. Das Kind weicht ein wenig erschrocken zurück und blickt recht skeptisch. Brasilianische Shows und karibische Klänge dominierten die diesjährige Schlossparknacht am Sonnabend in Oranienburg. Die vielen Besucher hatten Glück mit dem Wetter, in den Abendstunden waren die Temperaturen durchaus erträglich und der befürchtete Regen blieb glücklicherweise aus.

Nur auf der Bühne an der Orangerie kochte es zeitweilig regelrecht. Vor dem Auftritt der Brasilianer heizte die Band Kaskadu den Zuschauern kräftig ein, mit Reggae und Latin Pop. Der karibische Sound reißt spontan ein Pärchen von den Stühlen, es fängt zu tanzen an.

John Noville, Teilnehmer bei „Voice of Germany“, singt, zupft die Gitarre oder liefert sich mit dem Drummer regelrechte Percussion-Duelle. Die Sängerin im schwarzen Kleid animiert die Leute zum Mitklatschen. Mit Erfolg. „The Girl is good“, lobt John Noville. Doch irgendwann kann er kaum noch. „Darf ich eine Pause machen“, fragt er ins Publikum. Die Antwort ist eindeutig. „Nein“, hallt es laut zurück.

Also weiter. Die Erlösung naht zum Glück, extrem bunt und extrem leicht gekleidete Damen scharren hinter der Bühne schon unruhig mit den Füßen. Die Sambatänzerinnen wackeln mit den Hüften und strahlen um die Wette, als wäre Brasilien bei der diesjährigen Fußball-WM Weltmeister geworden.

Bärbel und Bernd müssen das alles erst mal verarbeiten. Sie sitzen auf einer Bank. Extra aus Bernau sind sie gekommen. Am besten gefiel es ihnen am anderen Ende des Parks. Die Schlagerboys, einfach super, so Bernd.
Auch abseits der Bühnen im Oranienburger Schlosspark kommt an diesem wunderbaren Abend keine Langeweile auf. Ein weißgekleideter Herr reitet auf einem Einhorn – es sind Stelzenkünstler. Immer wieder müssen sie anhalten, weil Passanten den Fotoapparat zücken.

Die lustwandelnden Hofdamen und -herren lassen sich ebenfalls geduldig ablichten. So auch Dorina aus Oranienburg. Für sie ist ihr Kostüm ein schönes Hobby: „Einfach mal einen Abend Prinzessin sein.“

Von Fritz Hermann Köser

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