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Schluss mit den alten Gruben

Wensickendorf Schluss mit den alten Gruben

Die Wensickendorfer mussten wirklich lange warten. Sie sind die letzte Gemeinde im Zweckverband Zehlendorf, in denen noch die Abwassergruben entleert werden müssen. Am Ende des Jahres wird das schon ganz anders aussehen.

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Am kommenden Mittwoch ist Baubeginn..

Quelle: Robert Roeske

Wensickendorf. Die Wensickendorfer werden sich freuen. Sind sie doch die letzte Verbandsgemeinde des Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverbandes (NWA), wo das Schmutzwasser noch aus den Gruben abgefahren werden muss. Für viele ist am Ende des Jahres wahrscheinlich Schluss damit. Sie sind dann an das zentrale Abwassernetz angeschlossen.

In wenigen Tagen wird es ernst. Der Verbandsvorsteher des NWA, Matthias Kunde, hat verbindliche Neuigkeiten. Für den Bau des Schmutzwasserkanals in der Summter Chaussee gibt es nun die Genehmigung des Landkreises für die verkehrsrechtliche Anordnung. Beauftragt vom NWA ist das Tiefbauunternehmen Teich aus Ahrensfelde. Die Erschließungsarbeiten werden in der kommenden Woche am Mittwoch, 1. März, beginnen und bis etwa zur Jahresmitte 2017 andauern. Mit der Leitungsverlegung wird zunächst in der Summter Chaussee begonnen. In dem Abschnitt zwischen der Hauptstraße und den Einmündungen Heideluchstraße/Ecke Berliner Weg, wo sich auch die Feuerwache befindet.

Die Baufirma wird ein unterirdisch gesteuertes Pressverfahren anwenden, „so dass nur wenige Montagebaugruben entlang der östlichen Fahrspur hergestellt werden müssen“, sagt Verbandsvorsteher Matthias Kunde. Von dort aus werden auch die Leitungen für die jeweiligen Hausanschlüsse gelegt. Obwohl sich die Erdarbeiten mit dem optimierten Verfahren in Grenzen halten, sei es notwendig, den Fahrzeugverkehr wechselseitig mit Hilfe einer Baustellenampel an den Baugruben vorbeizuführen. Die Sperrabschnitte werden aber nicht länger als 120 Meter sein und sollen entsprechend des Baufortschrittes örtlich angepasst werden.

Anschluss an zentrale Entsorgung

Wensickendorf ist die letzte Verbandsgemeinde im Abwasserzweckverband NWA, die an das zentrale Schmutzwassernetz angeschlossen wird.

Drei Bauabschnitte sind für den Ortskern geplant.

Der erste Bauabschnitt betrifft die Summter Chaussee sowie die Hauptstraße zwischen dem Ortsanfang von Schmachtenhagen gesehen bis etwa auf Höhe der Kirche. Circa bis zum Sommer wird dieser Abschnitt dauern.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt sind mit 986 000 Euro kalkuliert.

Der zweite Bauabschnitt wird sich gleich anschließen und umfasst die Hauptstraße von der Kirche bis zum Bahnhof sowie die Zühlsdorfer Straße.

Für den zweiten Bauabschnitt sind bisher Kosten von 750 000 Euro geplant.

Die Konzeption des NWA zu weiteren Investitionen wird im Jahr 2018 fortgeschrieben. Dann soll auch der dritte Bauabschnitt in Wensickendorf berücksichtig werden.

Der dritte Bauabschnitt betrifft das Siedlungsgebiet östlich der Bahnlinie.

Ist die Schmutzwassererschließung abgeschlossen, sind anschließend etwa 80 Prozent aller Wensickendorfer an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen sind.

Die nächsten Bauarbeiten beginnen am Mittwoch, 1. März. Es geht um die Summter Chaussee im Abschnitt zwischen Hauptstraße und Einmündung Berliner Weg.

Erfahrungsgemäß müssen sich die Autofahrer auf vorübergehende Einschränkungen einstellen, weil die Baustrecke nicht durchgängig befahrbar ist. „Der Baubetrieb und der NWA sind jedoch bemüht, die geplanten Bauzeiten termingerecht einzuhalten und damit den Behinderungsumfang für Anlieger, Gewerbetreibende und den Durchgangsverkehr so gering wie möglich zu gestalten“, versichert Matthias Kunde.Was die Befahrbarkeit der einzelnen Grundstücke betrifft, wird sich die Bauleitung jeden Tag ganz aktuell mit den Anliegern verständigen und sicher individuelle Lösungen finden.

Nahtlos soll sich der zweite Bauabschnitt anschließen. Der würde sich dann entlang der Hauptstraße von der Kirche bis zum Bahnhof ziehen und auch noch die Zühlsdorfer Straße einbeziehen. Insgesamt 1,74 Millionen Euro sollen in diesem Jahr in Wensickendorf verbaut werden. Das ist schon eine größere Investition.

Eigentlich hätte sich im vorigen Jahr schon noch mehr tun sollen. Doch die Stadt Oranienburg hatte Beanstandungen zum Verfahren und den Unterlagen, die sie erhalten hatte. Zehn Wochen Verzögerungen war das Egebnis. Sie führten dazu, dass der Wintereinbruch die weiteren Arbeiten verhinderte. Deshalb geht es erst jetzt los in der Summter Chaussee.

Die Wensickendorfer sind sicherlich zufrieden, ihre Gruben nicht mehr für teures Geld entleeren lassen zu müssen. Lange genug hat es gedauert, bis der Ortskern eine zentrale Schmutzwasserleitung bekommt.

Einen Hinweis will Matthias Kunde noch loswerden. Sollte es doch zu größeren Problemen kommen, die nicht direkt vor Ort gelöst werden können, sollen sich die Betroffenen direkt an den NWA in Zehlendorf, Alte Dorfstraße 2, wenden. Außerdem bittet Kunde um Verständnis für die Verkehrseinschränkungen. Er hofft, dass er mit den Wensickendorfern alle Problem unkomplizierte lösen kann, die , die schließlich bei jedem Bauvorhaben mal auftreten.

Der NWA ist unter Telefon: 033053/90 20 zu erreichen.

Von Andrea Kathert

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