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15:39 15.05.2017
Nicole aus der Klasse 3c der Havelgrundschule strengt sich an, mit engen Wendungen um die Kegel zu rennen. Quelle: Marion Bergsdorf
Oranienburg

Acht Meter lang wie der Blitz rennen und zurück im Slalom. Zwei Lichtschranken messen bis auf die Hundertstelsekunde genau, wie schnell sich die Kinder durch den Laufparcours bewegen.

Der „Stadtwerke Oranienburg Kindersprint“ findet in diesen Tagen an vier Grundschulen statt – an der Havelschule Oranienburg, der Grundschule Germendorf, der Grundschule Sachsenhausen und der Neddermeyer Grundschule Schmachtenhagen. In den Vorläufen werden die schnellsten Mädchen und Jungen ermittelt. Das Finale, an dem aber alle Kinder teilnehmen können, die Lust darauf haben, findet am kommenden Sonnabend, 20. Mai, ab 10 Uhr im Autohaus Dinnebier Oranienburg an der Saarlandstraße 32 statt. „Wir stellen je nach Wetter unser Autohaus oder Außengelände für den Wettkampf zur Verfügung, denn wir finden es gut, dass Kinder damit angehalten werden, sich auch in ihrer Freizeit zu bewegen“, sagt Frank Neumann vom Autohaus. „Mit dem Kindersprint erreichen wir auch Kinder, die nicht in einem Verein Sport treiben“, begründet Dominika Hrubcova das Engagement der Stadtwerke Oranienburg. Sponsor ist zudem André Forster von der gleichnamigen Sportanrena an der Lehnitzstraße. Er gibt Frank Richter vom Projektanbieter Expika Recht, wonach die motorischen Fähigkeiten der Kinder zunehmend schlechter seien. Da müsse man unbedingt gegensteuern.

Lisa findet es gut, dass man sich mit jedem neuen Lauf verbessern kann. Quelle: Marion Bergsdorf

Richter, der Sozialwesen studierte, hat die lärmenden Kinder der 3c der Havelschule schnell im Griff. Er erklärt den Wettkampf ganz ruhig und lässt ein Mädchen auf Probe rennen. Die kurze Distanz von rund acht Metern sei gewählt worden, um viele Wiederholungen des Laufs in einer Schulstunde zu ermöglichen. Und nur mit etlichen Wiederholungen könnten sich die Kinder verbessern. Nach jeden Lauf samt Hinsprint und Rücksprint im Slalom um die Kegel herum erhält das Kind einen Computerausdruck mit der Zeit. Und siehe da, fast alle Kinder werden schneller. Auch wegen der hilfreichen Tipps des Trainers Frank Richter: „Ihr müsst gleich lossprinten und auf der Ziellinie nicht bremsen. Macht nicht so große Walzerschritte, sondern enge Wendungen, dann seid ihr sehr viel schneller.“ Die kurze Distanz der Sprints erklärt Richter auch mit räumlichen Gegebenheiten an den Schulen: „viele Schulen haben ja keine Sporthallen, sondern nur Sporträume. Da haben wir schon Mühe, unseren Acht-Meter-Parcours aufzubauen.“

Sportlehrerin Liane Paarmann freut sich, dass Kinder, die sonst nicht zu den Besten gehören, bei diesem Kurzstreckensprint Erfolgserlebnisse haben. Quelle: Marion Bergsdorf

Rund 1000 Schüler nehmen in diesem Jahr an den Vorrunden des Oranienburger Kindersprints teil. „Wir sind das zweite Mal dabei“, sagt die Sportlehrerin der Havelgrundschule, Liane Paarmann. „Die Kinder begreifen schnell, wie sie ihre Zeit verbessern können. Das spornt sie enorm an. Gerade Kinder, die sonst nicht so erfolgreich sind, haben bei diesem KurzstreckenWettbewerb mal Erfolgserlebnisse. Das Anfeuern von den Klassenkameraden trägt außerdem dazu bei, dass die Kinder alles geben.“

Wer sich das Schauspiel ansehen möchte, sollte zum Finale am Sonnabend ins Autohaus Dinnebier gehen. Mit den Computerausdrucken ihrer Läufe können sich die Kinder übrigens an den Ständen der Sponsoren kleine Geschenke abholen, die Sieger erhalten Pokale.

Von Marion Bergsdorf

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