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Schneller zum BER

Oberhavel Schneller zum BER

Die CDU im südlichen Landkreis Oberhavel kritisiert, dass man derzeit gut anderthalb Stunden braucht, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum BER nach Schönefeld zu kommen. Das müsse mit einer Regionalzug-Verbindung schneller gehen, fordert die Partei. Schließlich leben 135 000 Einwohner im Südkreis.

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Die Vertreter der CDU aus den Gemeinden des südlichen Landkreises Oberhavel bei ihrem Treffen in Birkenwerder.

Quelle: Marion Bergsdorf

Birkenwerder. Es wird höchste Zeit, die Sache anzustoßen. Darin sind sich die CDU-Chefs aus dem südlichen Landkreis Oberhavel einig. Sie machen sich dafür stark, dass der Landkreis Oberhavel eine Regionalbahnanbindung zum Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER) in Schönefeld erhält. „Wir müssen aufpassen, dass Oberhavel bei der Anbindung an den BER nicht abgehängt wird.“ So der Tenor einer Zusammenkunft der CDU-Vertreter aus Birkenwerder, Hohen Neuendorf, dem Mühlenbecker Land, Glienicke und Hennigsdorf am Dienstag in Birkenwerder. Auch die Veltener CDU macht mit und pocht zudem auf die S-Bahn-Anbindung von Velten.

Die CDU-Initiative zielt darauf ab, dass die Verwaltungen der S-Bahn-Gemeinden und des südlichen Oberhavels sich gemeinsam beim Landkreis Oberhavel als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs und beim Land Brandenburg als Besteller und Planer des Schienenpersonennahverkehrs nach dem Sachstand der Anbindung zum BER-Flughafen erkundigen. Die Vertretungen aller Kommunen sollen gleichgerichtete Beschlüsse fassen, um die Forderung nach einem Regionalbahnanschluss zum BER mit dem Gewicht von 135 000 Einwohnern in diesem Bereich zu bewähren. „Es kann nicht sein, dass wir so wie jetzt mindestens anderthalb Stunden brauchen, um mit der S-Bahn nach Schönefeld zu kommen. Wirtschaftsvertreter haben schon damit gedroht, ihre Standorte aus Oberhavel zu verlegen“, sagte Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung Glienicke.

Die CDU Oberhavel schlägt vor, einen ordentlichen Regionalbahnhaltepunkt in Birkenwerder zu schaffen, der eine direkte Regionalverbindung zum Flughafen, notfalls mit einer komfortablen Umsteigeverbindung ermöglicht. Es sollte ein halbstündiger Takt von 6 bis 22 Uhr angestrebt werden. Der Bahnhof Birkenwerder liege an der Nordbahn, S- und Fernbahnnetze seien je zweigleisig vorhanden, ebenfalls Übergänge zum Berliner Eisenbahnaußenring. Es gebe genug Platz für einen separaten Regionalbahnsteig.

Immer mehr Menschen würden heutzutage in international agierenden Firmen arbeiten. Wenn man früh am Tage von Berlin-Schönefeld zum Beispiel nach Brüssel fliegen müsse, „ist es eine Zitterpartie, mit öffentlichen Verkehrsmitteln pünktlich in Schönefeld zu sein“, berichtete die Oranienburger CDU-Vorsitzende Nicole Walter-Mundt. „Wir sind gespannt, welche Planungen es dazu beim Land Brandenburg gibt“, meinte die Hennigsdorfer Vize-Ortsvorsitzende Birgit Tornow-Wendland. Denn auch Hennigsdorf habe keine BER-Anbindung.

Beim Landkreis Oberhavel dringt man laut Sprecher Ronny Wappler seit Jahren auf die „durchgängige Anbindung des BER“, so im Nahverkehrsplan des Landkreises und in Stellungnahmen zu diversen Srategiepapieren des Landes. Regelmäßig fordere der Landkreis Oberhavel einen Regionalhalt im Raum Birkenwerder. Wappler verweist zudem auf die Forderungen: die IC-Linie Rostock-Berlin-BER-Dresden im Zweistundentakt mit Halt in Oranienburg und die Durchbindung des RE 6 (Prignitz-Express) über Hennigsdorf nach Gesundbrunnen. Wappler: „Die direkte Anbindung zum neuen Flughafen muss vor der Schließung Tegels erfolgen.“

Von Marion Bergsdorf

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