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Schnelleres Internet für 1200 Haushalte

Birkenwerder Schnelleres Internet für 1200 Haushalte

Die Telekom baut derzeit das Glasfasernetz in Birkenwerder aus. Zwei Kilometer Kabel und fünf neue Verteiler sollen 1200 Haushalten ab Ende Januar 2018 Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s ermöglichen.

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Henry Lange von der Telekom mit einem herkömmlichen Kupferkabel und der neuen Glasfaser-Variante.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Die weißen Flecken auf der Karte von Birkenwerder sollen verschwinden. Der Glasfaser-Ausbau der Telekom läuft auf Hochtouren. Davon hat sich am Freitag Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF) an einem der neuen Verteilerkästen Am Quast überzeugt. „Bereits ab Ende Januar 2018 können die schnellen Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde gebucht werden“, sagt Henry Lange, der für die Deutsche Telekom den Infrastrukturvertrieb der Region Ost betreut. Insgesamt würden in den nächsten Wochen rund zwei Kilometer Glasfaser verlegt und die bereits aufgestellten fünf Verteilerkästen mit der nötigen Technik bestückt. „Davon profitieren rund 1200 Haushalte“, sagt Lange.

Beste Laune bei Stephan Zimniok: „Gut, dass der Ausbau mit dieser hochmodernen Technik in Gang kommt und so zügig voranschreitet.“ Die Einwohner könnten es kaum erwarten, diese Infrastuktur zu nutzen. „Schnelle Internetanschlüsse sind für das Leben und Arbeiten in Birkenwerder unverzichtbar geworden. Stichwort: Home-Office.“

Bürgermeister Stephan Zimniok, Projektierer und Baubegleiter Michael Severin und Regionalmanager Henry Lange (v l) Am Quast in Birkenwerder

Bürgermeister Stephan Zimniok, Projektierer und Baubegleiter Michael Severin und Regionalmanager Henry Lange (v. l.) Am Quast in Birkenwerder.

Quelle: Helge Treichel

„Wir liegen voll im Plan“, sagt Henry Lange. Viele Glasfaserkabel seien bereits verlegt. Er danke der Gemeinde Birkenwerder für die „exzellente Zusammenarbeit“. Auf der Strecke von der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler werde das herkömmliche Kupferkabel durch das Glasfaserkabel ersetzt. Das sorge für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Allein zwei der dünnen Glasfaseradern würden genügen, um einen Verteilerkasten mit einer Datengeschwindigkeit von zehn Gigabit anzuschließen. Die großen grauen Kästen am Straßenrand würden zu Mini-Vermittlungsstellen. In den Multifunktionsgehäusen (MFG) werde das Lichtsignal in ein elektrisches umgewandelt und von dort über bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Der Vorteil: minimierte Störanfälligkeit, höhere Bandbreiten, so der Regionalmanager. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 werde nach einem Softwareupdate sogar Super-Vectoring eingesetzt. „Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Weiterhin gelte dabei allerdings die Faustformel: „Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist die Datengeschwindigkeit.“

Ab sofort könnten sich Interessierte auf www.telekom.de/brandenburg für die neuen Anschlüsse registrieren. Sie erhalten eine Nachricht, sobald gebucht werden kann. Dabei müssen aktiv neue Verträge geschlossen oder alte angepasst werden, sagt Lange. Mehr Informationen zu Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarifen gibt es im Internet, beim Kundenservice oder im Hohen Neuendorfer Telekom-Shop, Oranienburger Straße 1.

Kabelgenerationen

Kabelgenerationen.

Quelle: Helge Treichel

Und was ist mit unwirtschaftlichen Randbereichen? Auch dort soll der Breitbandausbau vorangehen, koordiniert vom Landkreis und unterstützt mit Fördermitteln von Land und Bund. „Die Ausschreibung läuft bereits“, sagt Henry Lange und zählt die in Birkenwerder betroffenen Stellen auf: Kolonie Briese, Birkenwerder-Nord, Im Fuchsbau (Gewerbegebiet), Friesenstraße, An den Havelauen und Zühlsdorfer Straße. Das Zentrum von Hohen Neuendorf stehe nicht mit im Programm. Dort gebe es einen Kabelanbieter mit einem Breitbandangebot, weshalb die City als versorgt gelte.

Eine gemeinsame Erfolgsgeschichte schildert Bürgermeister Zimniok. Beim Gehwegbau in der Hubertusstraße wurden Leerrohre verlegt, die nun eine einfachere Glasfaseranbindung der Asklepios-Klinik – Birkenwerders größtem Arbeitgeber – ermöglichen.

Von Helge Treichel

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