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Schöne Haare sind ihre Passion

Velten Schöne Haare sind ihre Passion

Katja Rathnow aus Velten absolvierte parallel zur Selbstständigkeit ihre Meisterausbildung – bis aus Berlin kommen die Kunden heute in ihren Salon „Hairstyle by Katja“.

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Friseurmeisterin Katja Rathnow ist stolz auf ihr Friseurgeschäft in der Veltener Viktoriastraße 11, in dem inzwischen acht Mitarbeiter angestellt sind.

Quelle: Enrico Kugler

Velten. „Die letzten vier Jahre waren sehr aufregend“, blickt Katja Rathnow zurück. Im September 2013 eröffnete die heute 33-Jährige ihren ersten eigenen Laden „Hairstyle by Katja“ in der Veltener Bahnstraße. Zwei Jahre später reichten die Räumlichkeiten für den Kundenansturm nicht mehr aus. Es folgte der Umzug in die Viktoriastraße 11.

Aufgebaut hat die Friseurmeisterin ihre Selbstständigkeit zusammen mit ihrem Freund Marco Schulze. Seit sieben Jahren ist die gebürtige Berlinerin mit dem Ex-Profiboxer liiert, den sie „schon in Teenagerzeiten“ über Bruder Stephan kennenlernte. Schulze ist Geschäftsführer des Salons, Rathnow kümmert sich um das laufende Geschäft. „Wir ergänzen uns perfekt: Er hat den Mut zum Risiko, ich bin eher die Vorsichtige. Am Ende treffen wir uns in der Mitte. Das hat sich in den vergangenen vier Jahren erfolgreich bewährt“, erzählt die frischgebackene Mama. Söhnchen Paul, der im Mai dieses Jahres zur Welt kam, macht das Familienglück perfekt.

Das Babyjahr ist für die 33-Jährige eine willkommene Gelegenheit, „etwas zur Ruhe zu kommen“. Parallel zur Selbstständigkeit absolvierte sie ab 2013 ihre Meisterausbildung, die sie 2015 erfolgreich abschloss. „Das waren sehr intensive Jahre“, blickt sie zurück. Gleichzeitig sei das Geschäft stetig gewachsen. „Angefangen haben wir zu Zweit. Inzwischen sind wir acht Leute“, berichtet sie stolz.

Katja Rathnow vor ihrem Friseursalon in der Veltener Viktoriastraße

Katja Rathnow vor ihrem Friseursalon in der Veltener Viktoriastraße.

Quelle: Enrico Kugler

Schon früh wusste Katja Rathnow, die mit ihrer Familie im Alter von neun Jahren nach Velten zog, wohin es sie in ihrem Berufsleben ziehen sollte. „Ich wollte immer schon Friseurin werden. Für mich ist das nicht einfach nur ein Beruf, sondern meine ganze Leidenschaft“, schwärmt sie. Während der Ausbildung zog es sie zurück nach Berlin. Anschließend bildete sie sich auf verschiedenen Stationen weiter: „Als Friseurin wächst man vor allem durch seine Erfahrungen. Wenn mir nach ein, zwei Jahren langweilig wurde und ich das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten, bin ich weitergezogen.“ Neben Engagements in der Hauptstadt legte sie auch einen Stopp in Oranienburg ein, ehe es die damals 29-Jährige zurück nach Velten zog und sie sich auf das Abenteuer Selbstständigkeit einließ.

Viele ihrer Kunden seien ihr nach Velten gefolgt. „Einige betreue ich seit über zehn Jahren. Sie kommen sogar aus Berlin zu uns“, erzählt die Friseurmeisterin. „Das empfinde ich als Luxus. Luxus, den ich mir erarbeitet habe und den ich genieße.“

Ihre Kunden nehmen oft weite Wege auf sich, um sich von Katja Rathnow persönlich die Haare verschönern zu lassen

Ihre Kunden nehmen oft weite Wege auf sich, um sich von Katja Rathnow persönlich die Haare verschönern zu lassen.

Quelle: Enrico Kugler

Der Terminkalender im „Hairstyle by Katja“ ist gut gefüllt. Erst vor kurzem wurden zwei neue Mitarbeiter eingestellt. Eine Entwicklung, die Katja Rathnow Mut macht: „Wir wollen anders sein, uns abheben. Haare schneiden ist für mich mehr als nur eine Dienstleistung. Das fängt bei der Beratung an und geht bis zum Service. Der Kunde soll das Gefühl haben, gut aufgehoben zu sein. Ich weiß als Friseur, was zu seinem Kopf passt. Das ist auch Vertrauenssache.“ Trotz der erfolgreichen Entwicklung – vor der Mindestlohnumsetzung sei ihr etwas bange gewesen. „Etliche Salons mussten daraufhin ihre Preise anheben, die Unterschiede sind dadurch nun nicht mehr so enorm. Jetzt überzeugt nur noch die Qualität.“

Auch aus diesem Grund stimmen die prall gefüllten Terminbücher die Jungunternehmerin zuversichtlich. Gleichzeitig weiß sie: „Wir dürfen nicht stillstehen.“ Die Mitarbeiter werden ständig weitergebildet. Und auch die Chefin selbst plant die nächsten Schritte nach Ende des Babyjahres. Den Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern hält sie, indem sie regelmäßig im Geschäft vorbeischaut. „Kein Problem, wir wohnen direkt um die Ecke.“ Auch auf der Straße werde sie oft angesprochen. Ein schönes Gefühl. Schließlich zeige es, „was man sich aufgebaut hat und dass man dadurch nun ein Gesicht in der Stadt hat“.

Die 33-Jährige hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht

Die 33-Jährige hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Quelle: Enrico Kugler

Von Nadine Bieneck

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