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Oberhavel Schon längst zur Tradition geworden
Lokales Oberhavel Schon längst zur Tradition geworden
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00:27 12.08.2015
Die Dreschmaschine lief am Sonntag in Staffelde immer wieder auf Hochtouren. Quelle: Robert Tiesler
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Staffelde

Der Platz auf der Tenne in Staffelde war am Sonntagmittag schon gut gefüllt, als Stadtverordnetenvorsteher Detlef Reckin (SPD) die Eröffnungsrede hielt. „Das ist hier eine sehr authentische Geschichte“, sagte er danach im Interview. „Es passt sehr gut zur Ernte, die ja momentan noch läuft.“ Das Drescherfest ist bereits eine feste Sommertradition geworden. Bereits zum 19. Mal fand die Feier statt.

Genau deshalb wird dort auch immer die neue Kremmener Erntekönigin vorgestellt. Gina Dierberg hat das Zepter am Sonntag an Diana Steinke übergeben. „Das war ein unglaubliches Jahr“, erzählte Gina Dierberg. Sie hat im vergangenen Jahr viele Feste miterlebt und dort die Stadt Kremmen repräsentiert: auf den Erntefesten der Region, der Grünen Woche, auf der Tourismusbörse und vielen anderen Feiern und Messen. „Das war rein positiver Stress.“ Immer wieder ist sie gefragt worden, was eine Erntekönigin können muss. „Lachen!“, antwortete sie darauf. „Jetzt wird es aber Zeit, das Amt weiterzureichen.“

Diana Steinke, die neue Erntekönigin von Kremmen. Quelle: Robert Tiesler

Diana Steinke aus Kremmen ist die 15. Erntekönigin der Stadt. Sie hatte sich um das Amt beworben. „Es war irgendwie immer eine Herausforderung für mich“, sagte die neue Königin, die gerade eine Weiterbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolviert. „Ich freue mich sehr auf das Jahr.“

Im Laufe des Tages gab es auf der Tenne noch ein Erntequiz, ein Männerballett war zu Gast und auch die Dreschmaschine ist angeworfen worden. Ortsvorsteher Sebastian Busse hat dafür ordentlich gekurbelt. „Hoffentlich blamiere ich mich nicht“, sagte er vorher. Hat er dann tatsächlich nicht. „Die Tenne ist unser Anziehungspunkt für den ländlichen Raum“, so Busse weiter. „Ich wünsche mir sehr, dass die Tenne weiterhin mit Leben gefüllt wird und noch viele Jahre weiter betrieben werden kann.“

Sebastian Busse (l.) kurbelt die Dreschmaschine an. Quelle: Robert Tiesler

Organisiert wird die Feier von Helmut Glanzer und seiner Familie. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das 20. Drescherfest im Jahr 2016. Verärgert war Helmut Glanzer am Sonntag nur über die unangekündigte Straßensperrung an der Autobahn. Dass die Abfahrt Kremmen von Sonnabend- bis Sonntagmittag komplett gesperrt war, ist vorher nicht angekündigt worden und sorgte dafür, dass einige Gäste zunächst lange Umwege in Kauf nehmen mussten.

Christa Raschke und Marlene Steffen aus Kremmen amüsierten sich auf dem Fest. „Wir kennen das Dreschen ja noch aus der Kindheit“, erzählte Christa Raschke. Nach Staffelde kommen sie immer wieder gern, wenn die Feier dort stattfindet. „Wir mögen die Abwechslung und die Musik“, sagte Marlene Steffen. Nur einen Kritikpunkt hatten die beiden Besucherinnen: „Wir hätten gern mehr über die Erntekönigin erfahren, man hätte sie besser vorstellen können.“

Von Robert Tiesler

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