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Schon zwölf Verkehrstote dieses Jahr im Kreis

Oranienburg Schon zwölf Verkehrstote dieses Jahr im Kreis

Nach dem Unfall mit tödlichen Ausgang in der Germendorfer Allee in Oranienburg fragen sich Anwohner des Lindenweges: Wie konnte man bei diesem dichten Nebel in der Germendorfer Allee nur überholen?

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An der Unglücksstelle in der Germendorfer Allee standen am Dienstagabend zahlreiche Kerzen und Blumen.

Quelle: Bert Wittke

Oranienburg. Die Gesichter sind ernst, die Bestürzung ist groß: Im Schein der flackernden Kerzen, die an der Unfallstelle aufgestellt wurden, reden zwei Anwohner des Lindenweges, die namentlich nicht genannt werden wollen, mit gedämpften Stimmen über den schrecklichen Unfall am frühen Dienstagmorgen. Gegen 5.25 Uhr in der Frühe war auf der Germendorfer Allee/Ecke Lindenweg (gegenüber des Aldi-Marktes) in Oranienburg-Eden ein VW Passat mit einem Zweirad vom Typ Vespa frontal zusammengestoßen. Die 27-jährige Vespa-Fahrerin, eine Polizeikommissarin auf dem Weg zum Dienst, erlag noch am Vormittag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

„Es war zur Unglückszeit so nebelig, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte“, berichtet die Anwohnerin. Rettungskräfte seien unheimlich schnell vor Ort gewesen. Dass die junge Frau den Unfall dennoch nicht überlebt habe, sei furchtbar tragisch, mache sie unheimlich traurig. Zugleich äußert die Frau ihre Wut auf die Leichtsinnigkeit des Pkw-Fahrers. Wie könne man bei solch dichtem Nebel, nasser Fahrbahn und Temperaturen um den Gefrierpunkt überholen, und noch dazu einen Linienbus? Diesem Autofahrer sollte auf Lebenszeit die Fahrerlaubnis entzogen werden. Der Mann, der neben der Anwohnerin steht, nickt bei diesen Worten heftig. Die Germendorfer Allee, so sagen die beiden übereinstimmend, sei eigentlich schon immer eine ziemlich gefährliche Strecke. Erst recht, als dort früher noch weitaus mehr Bäume am Straßenrand standen, als dies heute der Fall ist, und die Sicht beim Auffahren auf die Straße sehr eingeschränkten. Zu DDR-Zeiten habe es an fast der gleichen Stelle mal einen besonders schweren Unfall gegeben, bei dem vier junge Leute, die in einem Pkw unterwegs waren, mit dem Fahrzeug gegen einen Baum gekracht sind. Drei starben, nur der Fahrer überlebte.

Auch bei der Polizei sind Trauer und Bestürzung groß. „Wir sind sehr betroffen und traurig, dass wir so eine junge Kollegin verloren haben“, erklärt Ariane Feierbach, Pressesprecherin in der Polizeidirektion Nord.

Die junge Vespa-Fahrerin ist dieses Jahr bereits das zwölfte Opfer, das bei einem Verkehrsunfall im Kreis Oberhavel ums Leben gekommen ist.

Von Bert Wittke

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