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Schüler gestalten Feierstunde

Holocaust-Gedenken in Mühlenbeck Schüler gestalten Feierstunde

Es wurde gesungen, rezitiert, gesprochen – und geschwiegen. Mit einer gemeinsamen Gedenkfeier begingen die Gemeinden Mühlenbecker Land und Glienicke am Mittwoch den Holocaustgedenktag.

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Kinder und Jugendliche aus dem Mühlenbecker Land und Glienicke nahmen an der Gedenkfeier in Mühlenbeck teil.

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbeck. Es wurde gesungen, rezitiert, gesprochen – und geschwiegen. Mit einer gemeinsamen Gedenkfeier begingen die Gemeinden Mühlenbecker Land und Glienicke am Mittwoch den Holocaustgedenktag.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule führte Regie bei der Veranstaltung vor dem Gedenkstein an der Kirche in Mühlenbeck. Schulleiterin Kathrin Haase begrüßte dort rund 70 Kinder und Jugendliche aus beiden Nachbarorten. Zehntklässler der Mühlenbecker „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ gestalteten ein Programm „Wider das Vergessen“, das bei einer gleichnamigen Projektwoche im November erarbeitet worden war. Unter anderem wurde das beeindruckende Gedicht der 18-jährigen deutschen Jüdin Selma Meerbaum-Eisinger vorgetragen – im Chor und mit musikalischer Begleitung. Die junge Frau starb 1942 an Fleckfieber. Ihre Liebesgedichte sind überliefert.

Lisa Birnbaum aus der 10e sang das Lied „Halte Durch“ – trotz Erkältung

Lisa Birnbaum aus der 10e sang das Lied „Halte Durch“ – trotz Erkältung.

Quelle: Helge Treichel

Lisa Birnbaum (10e) sang das Lied „Halte Durch“ und die Chor-AG intonierte ein zaghaftes „We Shall Overcome“.

Der Glienicker Bürgermeister Hans G. Oberlack (FDP) kennzeichnete den 27. Januar als besonderen, international ziemlich einmaligen Gedenktag. Mit ihm werde jener „Dinge gedacht, die unsere Nation falsch gemacht hat“. Und Fehler würden extrem selten so offen zugegeben. Es sei aber wichtig daran zu erinnern, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Nach den Schülern legten auch Kommunalpolitiker aus Glienicke und dem Mühlenbecker Land  Blumengebinde nieder

Nach den Schülern legten auch Kommunalpolitiker aus Glienicke und dem Mühlenbecker Land Blumengebinde nieder.

Quelle: Helge Treichel

Der 27. Januar, der Tag an dem Auschwitz im Jahr 1945 befreit wurde, sei ein nationaler Gedenktag, sagte Mühlenbecks Bürgermeister Filippo Smaldino Stattaus (SPD). Das sei „lange her und doch so nah“. Er fragte, wie das geschehen konnte und warum damals der Maßstab für Recht und Unrecht verloren ging? Und er erinnerte an die Aufbegehrenden und Couragierten, „die nicht weggeschaut haben, die aus Überzeugung geholfen haben, weil das Gebot zu Hilfe und Mitmenschlichkeit immer gilt“.

Smaldino-Stattaus rief dazu auf, aus der Geschichte die richtigen Schlüsse für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Deutschland sei „stark genug, um Menschen aufzunehmen, die ein Recht auf Schutz vor Krieg und Verfolgung haben“, sagte er.

Der Gedenkort neben der Mühlenbecker Kirche

Der Gedenkort neben der Mühlenbecker Kirche.

Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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