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Schulessen: Neue Lieferanten in Oranienburg

Ausschreibungsergebnisse liegen vor - Sodexo bleibt im Rennen Schulessen: Neue Lieferanten in Oranienburg

2500 Kinder bekommen jeden Tag in den Kitas, Schulen und Horten der Stadt Oranienburg eine warme Mittagsmahlzeit. In einigen Einrichtungen kommt jetzt anderes Essen auf den Tisch. Denn zwei neue Essenlieferanten haben sich nach der jüngsten europaweiten Ausschreibung zu dem schon bekannten Zulieferer „Sodexo“ dazugesellt.

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Ab August geht in manchen Kitas und Schulen das Essen aus anderen Küchen über den Tresen.

Quelle: Franziska Kaufmann

Oranienburg. Ab 1.August wird die Firma Zuerbel & Lingk aus Neuruppin das Essen für die Kita Fröbel, für die Havelschule und deren Hort sowie für die Grundschule Sachsenhausen und den dortigen Hort anliefern. Der zweite „Neueinsteiger“ ist die Sunshine Catering Service GmbH aus Hoppegarten. Von ihr bekommen künftig die Waldschule, die Grundschule Lehnitz und die beiden Horte der Schulen ihr Mittagessen.

In allen anderen städtischen Einrichtungen kommt weiterhin Sodexo-Essen auf den Tisch

Bei den Essenanbietern für die Kindereinrichtungen hat Oranienburg schon einiges ausprobiert. Sodexo belieferte ursprünglich alle Einrichtungen der Stadt. Als der Vertrag mit dem Caterer fristgemäß auslief, wurde der Auftrag neu ausgeschrieben. Das Rennen machte damals zu großen Teilen der Berliner Anbieter „Gastronomische Versorgungsleistung“, kurz GVL. Doch im Dezember 2013 war es vorbei, im Lehnitzer Hort hatte es sauren Milchreis gegeben. „Das war ganz schrecklich“, sagt Sozialdezernentin Kerstin Kausche. Die Stadt kündigte den Vertrag. Sodexo rückte übergangsweise als Zweiter in der Ausschreibung nach.

Der Leistungskatalog war umfangreich

Nun gab es eine erneute Ausschreibung, die zu Beginn des neuen Schuljahres greift. Um auch kleineren Anbietern, die vielleicht täglich nur 100 Essen kochen können, eine Chance zu geben, war der Auftrag in zwölf Lose unterteilt worden. Sodass sich Interessenten beispielsweise nur für eine Kita oder nur für eine Schule mit Hort bewerben konnten. Kerstin Kausche hatte sogar sämtliche Gaststätten in der Stadt und in den Ortsteilen abgeklappert. Doch keiner der Gastwirte konnte die Anforderungen erfüllen. Der Leistungskatalog war sehr umfangreich, bis ins Detail wurde beschrieben, welche Anforderungen die Stadt an das Mittagessen stellt.

Mittagessen aus eigenen Küchen

Die städtischen Schulen und Kindereinrichtungen werden von Fremdfirmen mit Mittagessen versorgt.
Im nächsten Jahr soll eine Konzeption darüber Aufschluss geben, ob die Stadt die Essenversorgung mit täglich 2500 Portionen ab 2016 in eigener Regie übernehmen kann.
Die Stadt Oranienburg hat bei der Essenversorgung ein besonderes Modell eingeführt. In den städtischen Kitas und den Horten werden Kinder nur dann ganztags betreut, wenn die Kinder auch an der Mittagsversorgung teilnehmen. Damit wurde erreicht, dass auch sozial benachteiligte Kinder eine warme Mahlzeit bekommen.
Durch das Kita-Gesetz ist dieses Modell abgesichert. Allerdings muss bei dem Essenpreis eine häusliche Ersparnis herausspringen. Wird das Kita-Essen zu teuer und könnte für weniger Geld die Mahlzeit auch zu Hause gekocht werden, dann müssen die Kinder nicht an der Mittagsversorgung teilnehmen.
In jeder Einrichtung ist Beschwerdemanagement eingeführt worden, das die Eltern nutzen können.

Neue Verträge laufen nur 2 Jahre

Die drei Unternehmen, die nun zum Zuge kommen, waren auch die einzigen Bewerber. Die neuen Verträge laufen nicht länger als zwei Jahre. Denn die Stadt hält an ihrem Vorhaben fest, eine eigene Essenversorgung aufzubauen, mit deren Qualität und Preis alle zufrieden sind. Eine dazu gebildete Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll sondieren, ob die Stadt selbst Küchen baut und eigenes Personal einstellt. Oder ob sie sich dafür einer Gesellschaft bedient. „Der Kostenrahmen wird entscheidend sein“, sagt Kerstin Kausche. Denn das Essen darf nicht teurer werden als jetzt. Bis zum Spätherbst sollen die ersten Gedanken und Berechnungen zu Papier gebracht sein. Die Überlegungen der Arbeitsgruppe könnten aber auch ergeben, dass es bei Fremdanbietern bleibt. Noch immer gibt es Eltern, die mit dem Kita-Essen nicht zufrieden sind. Denen kann die Sozialdezernentin nur raten, sich auf direktem Wege bei der Kita-Leiterin zu beschweren oder sich sofort an die Stadt zu wenden.

Von Andrea Kathert

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