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Schulleiterin lässt Ministerium auflaufen

Hennigsdorf (Oberhavel) Schulleiterin lässt Ministerium auflaufen

Beatrix Dietzel, Leiterin der Grundschule Nord in Hennigsdorf, hat alle Weiterbildungsangebote des Bildungsministeriums abgelehnt und stattdessen geklagt. Sie sollte sich fortbilden, damit sie weiter Rektorin an der Grundschule bleiben kann. Ob Dietzel bis zur Verhandlung ihren Posten behalten darf, ist derzeit unklar.

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Schulleiterin Beatrix Dietzel will um ihren Posten kämpfen.

Quelle: Foto: e.Kugler

Hennigsdorf/ Potsdam. Die Hängepartie um Beatrix Dietzel, Leiterin der Hennigsdorfer Grundschule Nord, geht weiter. Sie hat nun alle Angebote des Bildungsministeriums ausgeschlagen. „Es wurden ihr verschiedene Lösungen angeboten, doch Frau Dietzel hat alle abgelehnt“, erklärte Dietmar Menzel, Leiter des Planungs- und Einstellungsteams im Staatlichen Schulamt Neuruppin gestern.

Zuletzt hatte sein Schulamt von Dietzel verlangt, sich nachträglich für ihren Schulleiter-Posten zu qualifizieren. Zwar ist die Pädagogin als Nachfolgerin von Jürgen Schulze seit Februar 2016 Leiterin der Grundschule Nord, hatte aber formal gar nicht die nötige Qualifikation dafür. Das war bei ihrer Bewerbung offenbar übersehen worden (MAZ berichete).

Anfang Januar hatte das zuständige Bildungsministerium in Potsdam Beatrix Dietzel ein Angebot gemacht, wie sie die Qualifikation parallel zum Beruf nachholen könnte. Doch stattdessen entschied sich Beatrix Dietzel, das staatliche Schulamt zu verklagen. Ob sie nun weiter Leiterin an der Schule bleiben kann, ist ungewiss. „Von meiner Seite aus besteht die Absicht, dass Frau Dietzel dennoch vorläufig Schulleiterin bleibt“, erklärte Dietmar Menzel dazu. Ob das allerdings überhaupt möglich sei, müsse nun zunächst verwaltungsrechtlich geprüft werden. Wielange sich Klage und Verhandlung nun hinziehen werden, vermag Menzel ebenfalls nicht zu sagen.

Beatrix Dietzel selbst äußert sich zu dem Fall nicht mehr. In einem früheren Gespräch hatte sie aber erklärt, dass eine Fortbildung nebenbei sehr aufwendig sein könne. Diese Erfahrung habe sie von 1998 bis 2001 gemacht. Damals musste Dietzel eine ähnliche Zusatzqualifikation für das Fach Sport an der Universität Potsdam machen. „Das dauert lange, weil es ja parallel zum Beruf läuft“, hatte Dietzel erklärt. Zunächst schien sie auch offen für das Angebot des Schulamtes, wollte den Aufwand der Qualifikation prüfen. Offenbar erschien er ihr zu groß.

Viele Eltern und Hennigsdorfer stehen hinter der Schulleiterin. Knapp 820 Menschen, darunter Bürgermeister Andreas Schulz, haben bislang eine Online-Petition unterschrieben, die fordert, dass Dietzel an der Schule bleiben muss.

Von Marco Paetzel

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