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Schulpreisträger Marc Nitzsche will hoch hinaus

Hohen Neuendorf und Birkenwerder Schulpreisträger Marc Nitzsche will hoch hinaus

Marc Nitzsche will hoch hinaus – im wahren Wortsinn. Seinen Berufswunsch nennt er mit unerschütterlicher Selbstverständlichkeit: Astronaut! Dem 17-Jährigen aus Birkenwerder ist der Schulpreis 2016 des Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasiums verliehen worden.

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Marc Nitzsche nimmt seine Ehrung von Schulleiter Gerd Meusling entgegen. Links: Laudator Rüdiger Becker.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf/Birkenwerder. Marc Nitzsche will hoch hinaus – im wahren Wortsinn. Seinen Berufswunsch nennt er mit unerschütterlicher Selbstverständlichkeit: Astronaut! Und als der 17-Jährige aus Birkenwerder am Dienstagabend vor versammelter Schüler-, Lehrer- und Elternschaft von Schulleiter Gerd Meusling den Schulpreis 2016 des Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasiums verliehen bekam, waren ganz bestimmt jene in der Mehrheit, die ihm das auch zutrauen.

Allen voran Rüdiger Becker, der als Lehrer und ebenso Curie-Preisträger 2016 die Laudatio für seinen Schützling sprach. Von Anfang an sei ihm Marc dadurch aufgefallen, „dass er vor Ideen nur so überquoll“. Einfälle und Vorschläge sprudelten jedoch nicht nur und flammten nicht nur als kurze Strohfeuer auf, lobte Becker, „sondern dieser Schüler war auch immer bereit, mit anzupacken und seine Ideen umzusetzen.“

Marc Nitzsche wurde nicht nur wegen seines Engagements als Gesamtschülersprecher ausgezeichnet. Darüber hinaus sei er über die Maßen kulturell aktiv gewesen, sagte Rüdiger Becker. Das gelte sowohl auf der Bühne (Gesang, Klavier, Ukulele) als auch dahinter als Techniker. Drittens habe Marc Nitzsche Verdienste als aktives Mitglied im Redaktionsteam der Schülerzeitung „Druck und Schwärze“ erworben (früher „Äx-Akt“). Die zugehörige und hoch gelobte Webseite habe er im Alleingang erstellt.

Marc steht jetzt kurz vor seinem Abitur. In dieser zeit außergewöhnlich hoher Belastung zieht er sich nicht etwa aus seinen vielen Aktivitäten zurück. „Im Gegenteil“, betonte Rüdiger Becker: „Er übernahm jetzt auch noch zusätzlich Verantwortung für die gesamte Schülerschaft und nahm zu Beginn dieses Schuljahres seine Wahl zum Gesamtschülersprecher an.“

„Es ist noch genug Freiraum“, kommentiert der 17-Jährige diese Zusatzbelastung mit Blick auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen. Sein Antrieb ist der Spaß an der Sache, auch wenn es mitunter anstrengens ist, sagt er. Und: „Man wird belohnt.“ Die Technik AG, die Homepage der Schülerzeitung, die Tätigkeit als Schülersprecher – „Das ist wie ein Hobby für mich“.

Als „Ausnahmeschüler“ bezeichnet auch Marcus Wagner den Preisträger. „Ich bin zwar Leiter der Technik AG, aber im Grunde macht er das alles selbst“, fügt er hinzu. Das gelte ebenso für die von ihm entwickelte Website.

Was genau er studieren möchte, weiß Marc allerdings noch nicht genau. Auf jeden Fall soll es etwas Naturwissenschaftliches sein. Erst vor einem guten Jahr sei ihm der Gedanke zu seinem Berufswunsch gekommen. Die bisherigen Astronauten hätten sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen, um an ihr Ziel zu gelangen. An eine Karriere bei der Luftwaffe denkt Marc allerdings weniger. Vielmehr werde er sich noch gründlich beraten lassen. Was die Faszination an diesem Berufsziel ausmacht? „Man arbeitet wirksam und bringt die Menschheit voran“, sagt Marc und verrät sein Ziel, die Erde einmal von ganz, ganz oben sehen zu wollen.

Für diese Aufgabe bringe er eine gesunde Portion Ehrgeiz mit, sagt der Schüler selbst von sich: „Zielstrebig sein, ich glaub das kann ich.“ Allerdings habe ihm auch das Marie-Curie-Gymnasium weit voran gebracht. „Ohne diese Schule wäre ich nicht da, wo ich bin“, gibt Marc zu. Hier seien ihm von aufgeschlossenen Lehrern alle Möglichkeiten geboten worden. „Es gibt einfach so viele Bereiche, in denen man gefördert wird.“ Und ja, gibt er zu, Astronaut zu werden sei schon „ein krasses Ziel“. Aber Achterbahnfahrten und ähnliche Dinge hätten ihm jedenfalls noch nie Probleme bereitet.

Ob er bei einem Weltraumprogramm der Amerikaner oder der Europäer landet, vermag der Himmelsstürmer natürlich noch nicht einzuschätzen. Auf jeden Fall bereitet er sich auf alle Eventualitäten vor und büffelt auch fleißig Russisch in der AG. Schließlich laufe sehr viel über internationale Kooperationen – und da werde ein ausgeprägter Sprachschatz erwartet. Aber selbst über etwaige Wissenlücken macht sich Rüdiger Becker keine Sorgen. „Er hat eine Idee und macht es“, sagt der Lehrer stolz über seinen Schüler. Entweder habe er bereits die Fähigkeit und das Rüstzeug dazu – oder er eigne sich bei Bedarf alles Nötige an. Das habe er in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Und das werde wohl auch so bleiben.

Von Helge Treichel

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