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Oberhavel Schulreporter bei den Holzhackschnitzeln
Lokales Oberhavel Schulreporter bei den Holzhackschnitzeln
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11:15 21.04.2016
Der große Berg von Holzhackschnitzeln hat die Kinder beim Rundgang besonders beeindruckt. Raufklettern war aber verboten. Quelle: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Die Kinder verstummen, als sie vor dem riesigen Haufen mit Holzhackschnitzeln stehen. „Täglich verbrennen wir bis zu 400 Kubikmeter davon, das entspricht sieben Lkw-Ladungen“, doziert Bernd Rosin. Er ist als Meister für die Abläufe im Biomasseheizkraftwerk zuständig. Im Rahmen der MAZ-Aktion Schulreporter führt er 24 Mädchen und Jungen der Kinderschule Oberhavel aus Oranienburg am Dienstag über das Gelände.

Das Holz stammt aus Baumresten, die bei der Waldpflege anfallen, oder von Plantagen, auf denen schnell wachsende Hölzer zur Verbrennung herangezogen werden. Von der Lkw-Waage geht es zum Hackschnitzelberg und zum Ofen der Anlage, wo jeder Schüler durch das Guckloch schauen darf. Hier werden die Holzreste bei fast 1000 Grad Celsius verbrannt. Die Tour endet im Turbinenraum, wo die Hitze genutzt wird, um via Öl eine Turbine anzutreiben, die 2,2 Megawatt elektrischen Strom pro Stunde produziert.

Fast 1000 Grad herrschen im großen Ofen. Quelle: Marco Paetzel

Felix (11) ist beeindruckt. Kürzlich hat er zwar in der Schule einen Vortrag über die Funktionsweise eines Atomkraftwerks gehalten, mit umweltfreundlicher Energiegewinnung hat sich das Ass in Englisch, Mathe und Naturwissenschaften aber noch nicht eingehend befasst. „Ich bin beeindruckt, wie viel Holz hier verbrannt wird“, so Felix. Er findet es gut, nachwachsende Rohstoffe zu nutzen. Auch zuhause achten Felix und seine Eltern darauf, Strom und Wasser zu sparen. „Beim Spülen verbrauchen wir nicht soviel Wasser, außerdem machen wir das Licht aus, wo es nicht gebraucht wird“, sagt der Junge.

Die Erlebnisse im Kraftwerk schreiben die kleinen Schulreporter im Monatsheft der Kinderschule, einer Art Schülerzeitung, auf. Außerdem lesen sie derzeit im Rahmen der Aktion zwei Wochen lang täglich die MAZ und reden in der Schule über die Texte. Manche schneiden Bilder oder Wörter aus und entwerfen daraus eine neue Geschichte, andere nehmen Texte zum Anlass für ganze Vorträge.

Auch die Kreuzworträtsel in der Zeitung werden gelöst. Und am Ende verkaufen die Schüler die alten Ausgaben an die Papierbank Oranienburg, der Erlös wandert in die Klassenkasse.

Von Marco Paetzel

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