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Schulreporter testeten Ökobilanz

Oranienburger Waldschüler Schulreporter testeten Ökobilanz

Die Klasse 5b der Oranienburger Waldschule nimmt am Schulreporter-Projekt der MAZ teil. Sie bekamen Besuch von Vertretern des Klimakompetenzzentrums und der Stadtwerke Hennigsdorf. Die Kinder testeten einen Vormittag ihre ganz persönliche Klimabilanz.

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Erlebten einen spannenden Vormittag: die jungen Schulreporter der Klasse 5b an der Waldschule in Oranienburg.

Quelle: Robert Tiesler

Oranienburg. Die Frage lautet: Wie oft isst du Fleisch? Die Antwortmöglichkeiten: A – täglich; B–zweimal pro Woche; C – gar nicht. Die Kinder der Klasse 5b der Oranienburger Waldschule müssen nicht lange überlegen. Die allermeisten essen jeden Tag Fleisch, einige von ihnen zweimal pro Woche. Erstaunlicherweise niemand isst kein Fleisch.

Bis ihnen Rico Burkhardt vom Hennigsdorfer Klimakompetenzzentrum erzählt, dass die Produktion und Verarbeitung von Fleisch besonders energie- und wasserintensiv sei. Wer jeden Tag Fleisch istt, hat allein dadurch einen CO2-Ausstoß von 105 Kilogramm pro Jahr, erklärte ihnen der Experte. Als die jungen Schulreporter das erfahren haben, konnten sie ihre vorherige Antwort noch mal überdenken – und plötzlich wollte keiner mehr täglich Fleisch essen, und nun entschieden sich sechs von ihnen, auf Fleisch ganz zu verzichten. Ob sie das dann auch tatsächlich machen, bleibt natürlich offen.

Lion misst die Temperatur der Pflanze

Lion misst die Temperatur der Pflanze.

Quelle: Robert Tiesler

„Deine persönliche Klimabilanz“ war das Thema des etwas anderen Unterrichtes mit dem Klimakompetenzzentrum und den Stadtwerken Hennigsdorf. Es ging darum, Energie zu sparen, die Umwelt zu schonen und so das Interesse für nachwachsende Rohstoffe zu wecken. Und die Sache mit dem Interesse scheint sehr gut funktioniert zu haben. „Ich fand das sehr interessant“, sagte die elfjährige Janina. Dass die Menschen alle so viel CO2 verbrauchen, hätte sie nicht gedacht. „Ich glaube schon, dass ich jetzt was ändern werde“, sagte sie außerdem noch.

Lukas (10) fand besonders das Thema Solarenergie spannend. „Das ist meine Lieblingsenergie“, sagte er nach dem Unterricht. Lion (11) war neu, wie viel CO 2 ein Flugzeug ausstößt.

Rico Burkhardt zeigt eine Solarzelle

Rico Burkhardt zeigt eine Solarzelle.

Quelle: Robert Tiesler

Tatsächlich haben die Kinder viel erfahren und probiert. Sie haben beispielsweise getestet, wie viel Wärme ein Stein aufnehmen kann. Oder wie schnell Wasser kocht. So dauerte es bei dem Test viereinhalb Minuten, bis ein Liter Wasser im Topf kochte. Das übrigens schon bei 97 Grad – 100 Grad werden nur benötigt, wenn man sich genau auf Meereshöhe befindet, erklärte Rico Burkhardt den Kindern. Der Stromverbrauch dafür lag bei 80 Watt. Hätten sie das auf der anderen Seite des Klassenraum liegende Solarpanel benutzt, das 20 Watt pro Stunde erzeugt, hätten sie vier Stunden warten müssen.

„Wir sind positiv überrascht, wie aufgeschlossen die Kinder bei diesem Thema sind“, sagte Götz von Arnim vom Hennigsdorfer Klimakompetenzzentrum. Für ihn sind die jungen Menschen die Zielgruppe für die Zukunft. „Sie haben einen anderen Zugang zu dieser ganzen Thematik“, so Götz von Arnim weiter.

Von Robert Tiesler

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