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Schweigeminute für getötete Polizisten

Oranienburg Schweigeminute für getötete Polizisten

Mit einer Schweigeminute gedachten Polizeianwärter und Beamte der Polizeifachhochschule in Oranienburg den zwei getöteten Polizisten. Präsident Rainer Grieger sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Einige Anwärter aus Oranienburg kannten die Ermordeten.

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Im Halbkreis versammelte sich die gesamte Belegschaft auf dem Campus, um zu gedenken.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. „Wir haben den Fall natürlich verfolgt", sagt Lars Borchardt, Leiter der Polizeiinspektion Oberhavel, über die zwei getöteten Polizisten in Beeskow (Landkreis Oder-Spree). „Wir sind erschüttert.“ Etwas Gutes habe die Tat zwar nicht, aber das Geschehen zeige „die Gefährlichkeit des Berufes.“

Die Beamten in Oberhavel erhielten am Mittwoch eine kleine Anweisung: „Wir haben die Kollegen angehalten, nicht gleich wieder in ihre Routine zu verfallen.“ Zeit für Aufarbeitung und Verarbeitung müssen sein.

Viele Fragen, wenig Antworten

Auch für die zumeist sehr jungen Polizeianwärter in der Fachhochschule der Polizei (FHPol) des Landes Brandenburg in Oranienburg. Sie versammelten sich am Mittwoch um 10 Uhr auf dem Campus im Halbkreis. Mit einer Schweigeminute gedachten sie der toten Polizisten. Hochschulpräsident Rainer Grieger hielt zuvor eine emotionale Ansprache. „Es gibt viele Fragen und wenig Antworten“, so Grieger.

Einige Anwärter aus Oranienburg kannten die beiden ermordeten Polizeihauptmeister – aus früheren oder zur Zeit laufenden Praktika. Deshalb seien sie besonders betroffen, so Grieger. Sie müssen das Geschehene jetzt psychologisch verarbeiten. Unmittelbar am Tatort war kein Anwärter.

Sich der Gefahr bewusst sein

„In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer, bei den Kollegen, die die Tat aus unmittelbarer Nähe miterleben mussten und bei der Familie des Täters“, so Grieger. „Wir wissen nicht, was einen Menschen dazu veranlasst hat, so grausam zu handeln.“ Er ging auch auf die Risiken des Berufs ein. „Ein Risiko wird manchmal zur Gefahr und die Gefahr wird manchmal zu Schmerz.“ Nach der Schweigeminute, bei der alle die Mützen absetzten, musste es zur Tagesordnung übergehen, wenn auch „nicht freiwillig“, so Grieger.

Er dankte noch einmal allen, die sich für den Dienst im Polizeidienst, für Sicherheit und Ordnung, bereit erklärt haben. Doch der Präsident fragte auch nach der „Botschaft der Tat“. Seine Antwort: „Wir müssen alles tun, um solche Taten zu verhindern. Dabei wissen wir, dass dieses Risiko nie ganz auszuschließen ist.“ Er bat vor allem die Polizeianwärter, sich dessen bewusst zu sein.

Von Marco Winkler

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