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Oberhavel Nach Brand – Gemeinde eröffnet Spendenkonto
Lokales Oberhavel Nach Brand – Gemeinde eröffnet Spendenkonto
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18:36 27.02.2018
Die Küche ist bei dem Brand schwer beschädigt worden. Quelle: privat
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Bötzow

Schnelle Hilfe: Die Gemeinde Oberkrämer richtet ein Spendenkonto für die Bötzower Familie ein, deren Haus seit einem Schwelbrand unbewohnbar ist.

Es war am Nachmittag des 29. Januar. Vanessa Schulz kam mit ihrem zweijährigen Sohn zum Haus der Familie, in das sie erst Ende des vergangenen Jahres gezogen waren. Gerade war erst fast alles fertig renoviert worden. „Da war schon ein Piepsen zu hören“, erzählt die 30-Jährige. Es war der Rauchmelder. „Ich habe die Haustür aufgemacht, da war schon überall Rauch. Da hatte ich noch gehofft, dass es nicht so schlimm wird.“ Aber es wurde schlimm. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschzügen an. In der Küche hatte sich ein Schwelbrand gebildet, vermutlich lag es an einem defekten Küchengerät. Der Rauch zog in alle Zimmer, in alle Schränke.

Wollen der Familie helfen (v.l.) Gemeindebrandmeister David Ostwald, der stellvertretende Bürgermeister Peter Matschke und Torsten Raffelt von der Feuerwehr. Quelle: Robert Roeske

„Wir hatten alles schnell unter Kontrolle“, erzählt Torsten Raffelt, der an diesem Nachmittag Einsatzleiter bei der Feuerwehr war. Aber auch wenn kein Feuer entstanden ist, sei der Schaden immens hoch, wie er erklärt. „Es gibt keinen Raum, der nicht betroffen ist.“ Tatsächlich standen Vanessa Schulz, ihr Partner Daniel Wittek und ihr kleiner Sohn nur noch mit dem da, was sie an hatten. Kleidungsstücke, Spielsachen, Kosmetikartikel – alles war nicht mehr zu gebrauchen. Im Haus starben fünf Katzen, Vanessa Schulz ist Züchterin. „Das waren Familienmitglieder“, sagt sie traurig.

Familie lebt inzwischen in einer Ferienwohnung

Die Bötzower zogen zunächst zu ihrer Mutter, inzwischen sind sie in einer Ferienwohnung untergebracht. Familie, Freunde, Nachbarn und auch Unbekannte halfen mit ersten Sachspenden. Aber es gibt noch ein anderes Problem: Der Kauf des Hauses ging gerade erst über die Bühne. „Wir haben jeden Tag auf den Brief mit der Umschreibung gewartet, die Verkäuferin steht noch im Grundbuch.“ Es ist unklar, ob diese richtig versichert war – beziehungsweise ob schon die Versicherung der jetzigen Bewohner zuständig ist. „Selbst wenn die Versicherung zahlt, nicht in voller Höhe“, sagt der 38-jährige Bötzower.

Angehörige der Feuerwehr waren es, die in der Oberkrämer-Verwaltung auf die Familie aufmerksam gemacht haben. Daraufhin wandten sich Bürgermeister Peter Leys und sein Stellvertreter Peter Matschke an das Paar. Schnell entschied man sich in der Verwaltung, ein Spendenkonto zu eröffnen. „Hier stehen wir ein“, sagte Peter Matschke am Freitag. Er setzt auf das Solidargefühl der Menschen in der Region – auch weil es ein Fall ist, der theoretisch jedem passieren könnte.

Familie zeigt sich dankbar

Die Bötzower freuen sich, sind gerührt, aber auch unsicher: „Ich will nicht den Eindruck machen, wir würden betteln“, sagt Daniel Wittek. „Aber wenn jemand was gibt, bin ich unheimlich dankbar.“ Momentan wird jeder Cent gebraucht.

Es gelte „kurzfristig und unbürokratisch zu helfen, um die erste Not zu lindern und den Betroffenen möglichst rasch wieder eine Perspektive bieten zu können“, sagt der Vize-Bürgermeister Peter Matschke. Auf www.oberkraemer.de stehen die Konto-Verbindungsdaten. Infos gibt es ab Montag auch unter 03304/3 93 20.

Von Robert Tiesler

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