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Schwimmkurs nicht nur für Geflüchtete

Oranienburg Schwimmkurs nicht nur für Geflüchtete

In der Oranienburger Turm-Erlebniscity endeten am Mittwoch drei kostenlose Schwimmkurse. Sie richteten sich an Geflüchtete und finanziell schwache Einheimische. Letztere haben sich allerdings nicht dafür angemeldet. Die Teilnehmer bekamen am Ende alle Zertifikate.

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Für Schwimmneulinge können auch 25 Meter schon lang sein..

Quelle: Robert Tiesler

Oranienburg. In der Oranienburger Turm-Erlebniscity endeten am Mittwochnachmittag drei Schwimmkurse. Kostenlos daran teilnehmen konnten sowohl Geflüchtete als auch finanzschwache Einheimische. Entsprechende Flyer lagen zum Beispiel bei der Oranienburger Tafel aus, im Bürgerzentrum, beim Eltern-Kind-Treff, in der Stadtverwaltung, im Landratsamt, dem Arbeitslosenservice sowie an allen Beratungsstellen für Personen mit Migrationshintergrund sowie bei verschiedenen Vereinen. Wie Pierre Schwering sagte, habe sich aber kein einheimischer Teilnehmer gemeldet. „Das ist schade“, sagte Pierre Schwering, Sachgebietsleiter für Soziales. „Das wäre eine Chance für sie gewesen, das ist gelebte Integration.“ So waren es tatsächlich nur Geflüchtete, die am Kurs teilnahmen. Achtmal fand er statt, für je eine Stunde.

„Sie konnten nicht schwimmen“, erzählte Pierre Schwering. Der überwiegende Teil der Flüchtlinge könne das nicht, in Ländern wie Syrien werde das oft als nicht notwendig angesehen. „Die Idee hatten wir im Sommer“, da sei das auch am nötigsten gewesen, weil da die Badesaison ist. „Aber da gab es keine Kapazitäten.“ Die Schwimmlehrer werden nämlich von der Wasserwacht gestellt. „Alle haben sie am Ende ein Zertifikat bekommen“, sagte Wolfgang Bree von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes. „Wir sind zufrieden mit dem Ablauf der Kurse.“ Er wünschte sich jedoch, dass die Kursteilnehmer Bescheid sagen, wenn sie mal nicht kommen können. „Wenn sie bei acht Stunden zwei fehlen, dann ist das schon eine Menge“, so Wolfgang Bree weiter.

Am Ende gab’s für alle Zertifikate

Am Ende gab’s für alle Zertifikate.

Quelle: Robert Tiesler

„Ich komme aus Syrien, da haben wir das nicht gelernt“, sagte Mecar Alokla. Der 28-Jährige bedauerte, dass es sich am Mittwoch um die letzte Schwimmstunde handelte. „Ich bin jetzt besser als früher.“ Er wünschte sich aber zwei bis drei Stunden mehr. „Dann kann ich richtig schwimmen.“ Nach Einschätzung der Wasserwacht würden die acht angebotenen Stunden aber fürs Erste ausreichen. „Es geht ja erst mal nur darum, im Wasser überleben zu können“, erläuterte Pierre Schwering. Die Kursteilnehmer können schon recht gut deutsch sprechen. Die Schwimmregeln müssen sie jedoch deutlich verstehen können, deshalb bekam die Wasserwacht durch den syrischen Schwimmlehrer Naji Salloum Verstärkung. „Wir sind froh, dass wir ihn gefunden haben“, sagte Pierre Schwering.

In jedem der drei Kurse nahmen vier bis sechs geflüchtete Männer teil. Die Kosten dafür liegen bei nur 500  Euro pro Kurs. „Da hängt auch ganz viel ehrenamtliches Engagement dran“, so der Sozial-Sachgebietsleiter. Am 6. November starten drei neue Schwimmkurse für Anfänger, zwei davon nur für Frauen, einer für Männer. Für den Frauenkurs muss noch eine Trainerin gefunden werden.

**Liebe Leser, wir haben die Angaben, wo der Flyer überall auslag, um alle Stellen ergänzt. Ursprünglich hatten wir in diesem Beitrag als Beispiel nur die Tafel benannt. Die Redaktion.**

Von Robert Tiesler

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