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Oberhavel Sechs Männer und zwei Kästen Bier an Bord
Lokales Oberhavel Sechs Männer und zwei Kästen Bier an Bord
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00:25 30.06.2015
Kurz vor Abfahrt: Wasser ist getankt und reichlich Verpflegung: Gestern ging es bis Zehdenick. Quelle: Fotos (2): roeske
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Lehnitz

Ein bisschen müde saß sie gestern Morgen noch am Kaffeetisch von Sylvia und Reinhardt Schmidt direkt am kleinen „Bolli“-Strand des Lehnitzsees: Die sechsköpfige Crew eines Luxus-Waschzubers, die am Vorabend bei den Eltern von Mitfahrer Hagen Schmidt Station gemacht hatte. Der studierte einst an der Merseburger Hochschule, wie die anderen handfesten Kerle auch. Außerdem gehören sie alle zum Merseburger Elferrat e. V., einem Faschingsverein. Und dort ist nicht nur in der Fünften Jahreszeit gute Laune angesagt. Seit 25 Jahren sind sie beim jährlichen Waschzuber-Rennen am Alten Strom jeweils am ersten Juli-Wochenende in Warnemüde mit von der Partie.

Mehrfach haben die Merseburger dort schon den Sieg eingeheimst. Deshalb suchten sie nun eine neue Herausforderung. Gesagt, getan: Sie bauten sich einen eigenen „Waschzuber“. Vorgaben macht die Jury dafür nicht. Hauptsache das Ding schwimmt, ob man mit einem Gummireifen oder einem Pappkarton an den Start geht. Der stählerne Schwimmkörper der Merseburger Schiffsbauer ist selbst geschweißt. Darauf hat das Nötigste Platz: Eine Kiste für den Proviant, Wasser, Treibstoff für den Außenbordmotor, eine Regenplane, ein wasserdichter Klamottensack für jeden. „Und natürlich zwei Kästen Bier“, betont Hagen.

Nach dreijähriger Bauzeit ist das Wassergefährt haarscharf zwei Tage vorm Ablegen fertig geworden und bekam den behördlichen Stempel, auch fahrtüchtig zu sein. Den ungewöhnlichen Waschzuber haben die Ingenieure, Verfahrenstechniker, Physiker zusammengeschweißt und mehrere von ihnen sind auch im Besitz eines Bootsführerscheins. Die Wasserschutzpolizei hat das in Lehnitz schon mal kontrolliert.

Am vergangenen Sonnabend ist die Besatzung nun in See gestochen. Zuvor von Freunden und Familie bestens eingedeckt unter anderem mit 20 Schnitzeln und 50 Bouletten. An so manchem Halt werden die Seereisenden mit Speis und Trank empfangen: So im Hafen in Berlin-Spandau mit Erdbeertorte und Schlagsahne. „Es ist für uns Urlaub von der Arbeit und der Familie und alle sind glücklich mit dieser Lösung“, sagt Tino Kohler und alle in der Runde nicken.

Auf ihrer Tour zwischen Merseburg und Schweriner See – von dort geht es den Rest per Lkw über Land – legen sie rund 555 Kilometer auf den Wassern von Saale, Elbe und Müritz zurück. Zehn Schleusen haben sie bereits passiert, 22 liegen noch vor ihnen. Eingesetzt haben sie in Wettin bei Halle, weitere Stationen waren Bernburg, Magdeburg, Genthin, Ketzin und Berlin-Spandau. Einige Tage brauchten sie Sonnencreme, Anfang dieser Woche eher wetterfeste Kleidung: „Ich hatte am Steuer in Regen und Fahrtwind drei Jacken und vier Paar Socken an“, so Tino Kohler.

Wellengang halte das Gefährt schon aus, so Kohler, „es sei denn, alle stehen auf einer Seite, weil dort der FKK ist“, meint er. Viele Spaziergänger oder vorbeifahrende Kapitäne winken ihnen zu. Die sechs Männer verbinden nicht nur eine gemeinsamen Zeit im Hörsaal und der Faschingsklub, sondern auch der Warnemünder Zuber-Wettkampf. Seit 1990 sind sie mit wechselnder Besetzung am Start und damit das „älteste“ Seefahrer-Team.

Gestern Abend wollten die Männer in Zehdenick festmachen. An der Ostsee werden sie von ihren Familien erwartet. Dort gehen sie mit den Kindern in den Wettbewerb. Ziel der Landratten aus dem Saalekreis: ihren Pokal verteidigen, den sie 2014 bereits zum zweiten Mal geholt hatten.

Von Heike Bergt

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