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Sehr dürftige Hilfe vom Bund

Oranienburg Sehr dürftige Hilfe vom Bund

Oranienburg fühlt sich mit seinen immensen Kosten für die Bombensuche auch weiterhin allein gelassen. Denn von den nach der Bundesrichtlinie zur Unterstützung beantragten Geldern, wird die Stadt nur einen Bruchteil bekommen. Zumindest für 2015. Man fühlt sich im Stich gelassen.

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Bombensuche am Havelufer 24 in Lehnitz, wo vier Blindgänger lagen.

Quelle: Andrea Kathert

Oranienburg. „Wer das gemacht hat, sollte sich schämen. Oranienburg wird weiter allein gelassen“, brachte es Linken-Fraktionschef Ralph Bujok bei der Stadtverordnetenversammlung auf den Punkt. Auch der Bürgermeister zeigt sich schwer enttäuscht.

In einer Mitteilungsvorlage informierte die Stadt, was Oranienburg nach der Bundesrichtlinie an Unterstützung bei der Beseitigung alliierter Kampfmittel bekommt. Für 2015 hatte Oranienburg 1,8 Millionen Euro beantragt, aber nur einen Bruchteil bekommen: ganze 396 681, 44 Euro, die als erstattungsfähig eingeschätzt wurden. Die Entscheidung liegt dabei bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Für die so wichtige systematische Suche gibt es gar nichts. So wurden weder die Kosten für die Suche Hildburghausener Straße (150 510 Euro), noch für die Magnus-Hirschfeld-Straße (12 210 Euro), die Augustin-Sandtner-Straße (47 025 Euro), Krebststraße (43 880 Euro), Bötzower Platz (10 763 Euro) oder die Klärung der Anomalie Röntgenstraße (26 000 Euro) oder Weserstraße 29 (113 000 Euro) anerkannt. Begründung: Kosten werden nur bei einem Bombenfund anerkannt.

Im Havelufer 24 in Lehnitz, wo vier Blindgänger lagen (531 000 Euro), ist Hans-Joachim Laesicke in Widerspruch gegangen. Nach Bima-Auffassung soll sich das Grundstück einst im Eigentum des ehemaligen deutschen Reiches befunden haben. Diese Behauptung werde zur Zeit geprüft.

Zum Antrag der Stadt für 2016 in Höhe von 2,2 Millionen Euro liegt noch keine Entscheidung vor. „Der Bund wird seiner Verantwortung für die Kriegsfolgen weiterhin nicht gerecht“, so Laesicke. Oranienburg muss jährlich vier Millionen Euro für die Bombensuche aus dem städtischen Haushalt ausgeben.

Von Heike Bergt

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