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Oberhavel „Sein Tod ist für uns ein Schock“
Lokales Oberhavel „Sein Tod ist für uns ein Schock“
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02:21 26.03.2018
Hans-Joachim Vanselow bei der Christvesper zur Mitternacht am Heiligen Abend 2017 in der Schlosskirche Liebenberg. Quelle: Ulrike Gawande
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Großmutz

Hans-Joachim Vanselow ist tot. Der Pfarrer im Ruhestand verstarb am Dienstag dieser Woche völlig überraschend an Herzversagen. „Sein Tod hat uns alle überrascht und uns tief betroffen gemacht“, sagt Uwe Simon, Superintendent des Kirchenkreises Oberes Havelland über den 69 Jahre alt gewordenen „Achim“ Vanselow.

Zwölf Jahre im hiesigen Sprengel

Im Jahre 2001 war er im damaligen Kirchenkreis Templin/Gransee in den Kirchendienst in dieser Region getreten, nach der Neustrukturierung der Kirchenkreise blieb er hier, nur nannte sich der Kirchenkreis dann Oberes Havelland. In seiner Eigenschaft als Pfarrer betreute er die Kirchengemeinden in Falkenthal, Bergsdorf, Klein-Mutz und Neuholland. Die sind mittlerweile auf die Kirchengemeinden Zehdenick (Bergsdorf, Klein-Mutz), Löwenberg (Falkenthal) und Liebenwalde (Neuholland) aufgeteilt worden. Zwölf Jahre lang war er dort tätig.

„Er brachte die Menschen zusammen“

„Er war lebendig, kreativ und bemüht, die Menschen in den Dörfern seines Sprengels zusammenzubringen“, beschreibt Uwe Simon den Verstorbenen. Auch wenn er offiziell nicht mehr im Dienst war, war Hans-Joachim Vanselow nach dem Beginn seines Ruhestandes im Jahr 2014 eigentlich nie weg gewesen. Er stellte sich weiter zur Verfügung, hielt Gottesdienste ab, war für die Weihnachtsgottesdienste voll eingespannt. In Gransee oder Großmutz, seinem Heimatort, half er aus und übernahm Gottesdienste. Es ist noch gar nicht lange her, da ließ sich der 69-Jährige zum Vorsitzenden der Interessengemeinschaft für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Landeskirche wählen.

Ruheständler fuhr den Bürgerbus

Der gebürtige Donauwörther hat Theologie studiert und wurde Pfarrer. In Amt und Würden kam er in Berlin, wo er anschließend Seelsorger und Standortpfarrer bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr wurde. Dann verschlug es ihn mit seiner Frau ins Brandenburgische, nach Falkenthal. Gewohnt hatte er auch in Leegebruch, bevor das Paar vor fast 20 Jahren nach Großmutz zog. Im Ruhestand fuhr er eine Zeit lang sogar den Granseer Bürgerbus, machte dafür extra den P-Schein. „Er war in der kurze Zeit sehr zuverlässig, fuhr zwei- bis dreimal im Monat. Er war bis zuletzt Mitglied bei uns. Sein Tod ist für uns ein Schock“, sagt Rüdiger Ungewiß vom Vorstand des Bürgerbusvereins. Hans-Joachim Vanselow wird am 29. März, 14 Uhr, in Großmutz beigesetzt.

Von Stefan Blumberg

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