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Oberhavel Selbstbewusster mit „Juleica“
Lokales Oberhavel Selbstbewusster mit „Juleica“
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07:43 07.03.2017
Lukas Degen, Ronja Ingel und Moritz Brietsche (v.l.) erzählen in den Kreisjungendring-Räumen warum ihnen die „Juleica“ wichtig ist. Quelle: Marco Winkler
Oberhavel

Der Begriff „Juleica“ hört sich beim ersten Hören nach Urlaub an, nach fernem Sandstrand, Palmen und süffigen Cocktails. „Juleica“ steht jedoch als Kurzform für die Jugendleitercard. 23 junge Menschen aus ganz Brandenburg haben sie kürzlich erworben, darunter immerhin neun Jugendliche aus Oberhavel.

„Mit der Karte können sie bundesweit als Jugendleiter und Betreuer agieren“, so Chris Trzensimiech vom Kreisjugendring, der die einwöchige Ehrenamtsausbildung in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Landjugend (BBL) ausrichtete. Geschult wurden die Jugendlichen im Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz.

Ein Mehr an Sicherheit

Lukas Degen hatte die Karte schon einmal. Sie ist drei Jahre gültig. Doch der heute 19-Jährige hat den achtstündigen Auffrischungskurs verpasst. „Deshalb habe ich die Schulung jetzt komplett von vorne gemacht“, sagt er. Seit einigen Jahren ist er bei den Pfadfindern in Schildow als Jugendleiter aktiv, hat sogar seine eigene Altersgruppe: 25 Kinder zwischen 12 und 18 Jahren.

Die Ausbildung hat ihm ein Mehr an Sicherheit gegeben. „Es ist interessant, wie sachkundig wir gelernt haben, wie man richtig mit Kindern und Jugendlichen umgehen sollte.“ Auch in brenzligen Situation könne er jetzt viel bewusster und selbstsicherer reagieren.

Die „Juleica“. Quelle: Marco Winkler

Das weiß auch Moritz Brietsche zu schätzen. Er hat seit dreieinhalb Jahren – wie Lukas – die beige Kluft bei den Pfadfindern im Mühlenbecker Land an, betreut seine eigene Grundschulgruppe. „Meine Motivation war, dass ich mir ein Wissens-Repertoire aneigne“, sagt er. Und: „Wenn es so ein Angebot schon gibt, sollte man es auch nutzen“, so der 19-Jährige.

Die Schulung hatte es in sich. Jeden Tag von 9 bis 22 Uhr Workshops. „Ich war beeindruckt, wie aufnahmefähig die Jugendlichen waren“, so Chris Trzensimiech. Morgenkreis, Diskussionen, Referenten, Seminare, Rollenspiele. Themen: Kommunikation, Entwicklungspsychologie, Kindeswohlgefährdung, Extremismus, interkulturelles Lernen, Homosexualität, Rechtsfragen und Aufsichtspflicht. Ein Nebeneffekt der Gruppenarbeiten und Selbstreflexionen: Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen der Jugendlichen werden gestärkt.

Kosten der Schulung: 10 000 Euro

„Ich kann jetzt auch den Club für zwei, drei Stunden selbst öffnen“, so Ronja Ingel. Die 15-Jährige spricht über den Jugendtreff „C.O.R.N.“ (Club ohne richtigen Namen) in Birkenwerder. Seit zwei Jahren ist sie im Club aktiv. Auch in der Schule lässt ihr Chorleiter sie nun die sozialen Spiele vorbereiten. „Man wird sich bewusst, welche Verantwortung man hat und was man bewirken kann“, sagt sie. Auch durch den neunstündigen Erste-Hilfe-Kurs, den alle in der Schulung machen mussten. Hinzu kamen 60 Stunden „Unterricht“.

Die „Juleica“, ganz in Gelb, beschert den Trägern auch Preisnachlasse in Museen und andere Einrichtungen. Noch muss man diese zwar suchen, aber: „Die Bedeutung der Karte größer, sie findet immer mehr Anklang und Wahrnehmung“, so Chris Trzensimiech.

Die Kosten der Ehrenamtsfortbildung schätzt er auf ungefähr 10 000 Euro. Die Jugendlichen mussten nur 30 Euro Zahlen, oft vom jeweiligen Träger finanziert. Das Projekt wird durch Bundesministerium des Innern im Rahmen des Programms Zusammenhalt durch Teilhabe und den Landesjugendplan Brandenburg finanziert. Der Landkreis Oberhavel gab 500 Euro dazu.

Von Marco Winkler

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