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Oberhavel Sex mit dem Pony: Jetzt spricht der Besitzer
Lokales Oberhavel Sex mit dem Pony: Jetzt spricht der Besitzer
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16:57 30.06.2016
Karl Thiemke kümmert sich etwa um ein Dutzend Tiere. Quelle: Archiv
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Hennigsdorf

Diese Szenen wird er wohl nie vergessen. Karl Thiemke, der Besitzer einer Ponykoppel in Hennigsdorf, musste in den vergangenen Tagen gleich zweimal mit anschauen, wie seine hochträchtige achtjährige Stute mehrere Minuten lang von einem Hennigsdorfer missbraucht wurde.

Das waren „richtige Sex-Bewegungen“

Der Hosenstall des Mannes sei dabei offen gewesen. „Und dann immer vor und zurück, das waren richtige Sex-Bewegungen, die der gemacht hat.“ Widerwärtig sei das gewesen, schimpft Karl Thiemke. Dazwischen gehen wollte er aber trotzdem nicht – um den Täter nicht zu verjagen, bevor die Polizei kommt. Die Stute sei beim zweiten Mal ganz ruhig geblieben und habe sogar dabei am Heu gefressen. „Als sie zum Wasser rübergegangen ist, war er gleich wieder dran“, schildert Thiemke fassungslos.

„Wer weiß, wie oft der das schon gemacht hat“

Bei beiden Taten wurde der Koppelbesitzer von Spaziergängern gerufen, die Polizei konnte den 39-jährigen Täter aber erst beim zweiten Mal am Dienstag schnappen. Beim ersten Anlauf war der Hennigsdorfer durch den nahegelegenen Wald getürmt . Seine Eltern wohnten in derselben Siedlung, den Sohn hatte Karl Thiemke zuletzt auch schon öfter auf seiner Koppel mit einem Dutzend Tieren erwischt. „Wer weiß, wie oft der das schon gemacht hat, ohne dass ihn jemand gesehen hat“, so der Rentner, der bis vor fünf Jahren hier den Ponyhof „Quadriga“ betrieben hat.

Stute ist hochträchtig

Die Stute indes ist unverletzt, sie wird in wenigen Tagen Fohlen zur Welt bringen. „Die hat sicher auch nichts davon gemerkt, die Geschlechtsteile sind ja ganz anders gebaut“, so der Rentner. Ob sich der Mann, wie von Zeugen geschildert, auch noch an zwei weiteren Ponys vergangen hat, kann Karl Thiemke nicht bestätigen. „Das habe ich nicht gesehen, darüber kann ich nichts sagen.“

Täter auf freiem Fuß

Zwar hat die Polizei den Täter belehrt und die Kripo ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen Landfriedensbruchs. Ob er aber nochmal auf der Koppel auftaucht, kann keiner sagen. „Er ist ja nach wie vor auf freiem Fuß, da ist das nicht so unwahrscheinlich“, sagt Karl Thiemke. Tun könne er dagegen aber nichts, immerhin ist die Koppel einen Hektar groß.

Von Marco Paetzel

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