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Oberhavel Sicherheit der Kinder hat Priorität
Lokales Oberhavel Sicherheit der Kinder hat Priorität
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18:03 04.12.2017
Der Spielbereich für die Kleinkinder ist stets gut frequentiert. Im Durchschnitt bleiben die Besucher rund vier Stunden im „Veltinchen“. Die Hauptfrequenzzeit ist sonnabends zwischen 14 und 16 Uhr. Quelle: Ulrike Gawande
Velten

Vor zwei Jahren wurde der Indoorspielplatz „Veltinchen“ im Gewerbegebiet von Velten feierlich eröffnet. Seitdem hat sich das in der Region einmalige Freizeitangebot, das von Marie-Luise Lange und ihrem Mann Jan betrieben wird, zu einem absoluten Selbstläufer bei Familien mit Kindern entwickelt. Besonders in der nassen, kalten Jahreszeit ist das „Veltinchen“ ein beliebter Anlaufpunkt. Auch von Sabine Falkenberg aus Hennigsdorf, die mit ihren Enkelkindern an einem verregneten Sonnabendnachmittag dem „Veltinchen“ einen Besuch abstatten wollte. Am Eingang wurde sie jedoch abgewiesen mit dem Hinweis, dass die Halle wegen Überfüllung geschlossen sei, berichtete die Hennigsdorferin, die sich über den unfreundlichen Umgangston der „Veltinchen“-Mitarbeiter beim Lesertelefon der MAZ beschwerte.

Eine Nachfrage bei den „Veltinchen“-Betreibern ergab jedoch, dass man sich sogar an Frau Falkenberg erinnern konnte. Anni Busse, Mitarbeiterin im Team, berichtet, dass sich Frau Falkenberg sehr „uneinsichtig“ bezüglich der Wartezeit gezeigt habe. „Sie wollte es nicht verstehen“, berichtet Anni Busse. Doch im „Veltinchen“ stehe die Sicherheit der spielenden Kinder an erster Stelle. Daher werden maximal 250 Besucher in die Halle gelassen. „Die meisten haben dafür Verständnis“, bestätigt auch Marie-Luise Lange. Besonders an regnerischen Sonnabendnachmittagen zwischen 14 und 16 Uhr ist die Halle so gut gefüllt, dass ein Einlassstopp ausgesprochen werden muss, der sowohl auf der Facebookseite, als bald auch auf der Homepage verkündet wird.

Besuchern, die an Wochenenden von weiter weg anreisen, empfehlen die Mitarbeiter, vorher anzurufen und nach dem „Füllstand“ zu fragen. Viele Besucher kommen aus Berlin, Neuruppin oder Zehdenick. Vor Ort kann in einem nahen Café, aber auch im Vorraum gewartet werden. Den Warteschlangen bei der Essensausgabe wurde mit der Anschaffung von sogenannten Pagern begegnet, so dass während der Wartezeit weiter gespielt werden kann. Ja, sie habe erwartet, dass das „Veltinchen“ gut angenommen werde, so Marie-Luise Lange, aber mit solch einem „Run“ dann doch nicht gerechnet. Mit jedem Wort merkt man der fünffachen Mutter an, wie sehr ihr die Arbeit im „Veltinchen“ Freude bereitet. Besonders stolz ist sie auf die Verletzungsstatistik, die hauptsächlich ­Schürfwunden und Prellungen, aber kaum schwerere Verletzungen aufweist. Das man sich verletzen könne sei aber normal, so Lange. „Wir sind halt ein Spielplatz, nur mit Dach.“

Eine wichtige Einnahmequelle für das „Veltinchen“ sind die Geburtstagsfeiern, die das ganze Jahr über gebucht werden. Vom Kindergeburtstag, über Teenagerfeiern bis zu einem 78-jährigen Geburtstagskind, das auch auf dem Thron Platz nehmen wollte, sei alles dabei, verrät lachend Anni Busse. Die Hauptzielgruppe seien jedoch die Drei- bis Neunjährigen. Acht Festangestellte und doppelt so viele Zusatzkräfte halten den familiär geführten Laden am Laufen. „Man kann immer mit uns reden“, fordert Lange Besucher auf, die Probleme oder Fragen haben. Zu vielen Kunden habe man ein gutes Verhältnis. Vormittags können zudem Schulen und Kitas den Indoorspielplatz besuchen. Umso mehr wünscht sie sich eine bessere Busanbindung.

Von Ulrike Gawande

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