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Sicherheitsexperten beraten zum Thema Einbruch

MAZ-Forum in der Oranienburger Geschäftsstelle Sicherheitsexperten beraten zum Thema Einbruch

Am Dienstag lud die MAZ zum „Tag der Einbruchsicherheit“ in die MAZ-Geschäftsstelle ein. Sicherheitsexperten gaben anschauliche Praxistipps zur Prävention von Einbrüchen. Die wichtigste Botschaft des Abends: Je schwerer es Einbrechern gemacht wird und je größer das Entdeckungsrisiko ist, desto schneller geben sie auf.

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Zwei Sicherheitsexperten im Gespräch: Martin Werner (links) und Ralf G. Mittag.

Quelle: Helge Treichel

Oranienburg. „Ich habe so einen Albtraum erlebt“, sagt Christiane Wollank. Als die Teschendorferin vor drei Jahren von einer Feier nach Hause kam, hatten Einbrecher ihr Haus regelrecht verwüstet. Seitdem fühlt sich die lebenslustige Frau dort nicht mehr wohl, schläft schlecht, ist krank. Und auf Feiern wird sie bereits nach kurzer Zeit unruhig, möchte zu Hause nach dem Rechten sehen. Selbst wenn sie kurz zur Nachbarin geht, nimmt sie die Handtasche mit allen Dokumenten mit. „Wenn eine Einladung kommt, kriege ich schon einen Herzkasper“, sagt Christiane Wollank.

Sie gehörte am Dienstagabend zu den Gästen des MAZ-Forums zum „Tag der Einbruchsicherheit“ in der MAZ-Geschäftsstelle. Polizist Martin Werner stellte eine Analyse der deutschlandweit 144 117 Wohnungseinbrüche im Jahr 2012 vor. Oberhavel: 413. Hinzu kommen 600 Einbrüche in hiesige Gewerbeobjekte. Danach steigen rund 60 Prozent der Täter über Terrassentüren und Fenster ein, in Mehrfamilienhäusern über Wohnungstüren und leicht erreichbare Fenster. Die Aufklärungsquote liege in Oberhavel mit 21,9 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt von 15,7 Prozent. Seine wichtigste Botschaft: Je schwerer es Einbrechern gemacht wird und je größer das Entdeckungsrisiko ist, desto schneller geben sie auf – spätestens nach drei bis fünf Minuten.

Uwe Skupin vom Vertrieb der Sicherheitsfirma Abus demonstrierte einen Live-Einbruch und erläuterte technische Abwehrmöglichkeiten. Wichtig: Die Schlösser und Riegel sollten getestet und zertifiziert sein. Ein Schock für die meisten Zuhörer war, dass der Fenstertyp, den 80 Prozent der Deutschen zu Hause haben, mit einem einfachen Schraubendreher in Sekunden zu knacken ist.

Die MAZ-Ansprechpartner

  • Präventionsberater Martin Werner von der Polizeidirektion Nord empfiehlt Ratsuchenden folgende Internetseiten und Telefonnummern: www.polizei-beratung.de; www.internetwache.brandenburg.de; www.k-einbruch.de, Tel. 03301/20 70 54 20 bis -428 oder -493.
  • Abus-Vertriebsmitarbeiter Uwe Skupin ist erreichbar unter Tel. 02335/63 44 10 oder Tel. 0171/7 64 04 01. Infos unter www.abus.de.
  • Alarmprofi Ralf G. Mittag ist erreichbar unter Tel. 03322/ 40 04 53 oder Tel. 0175/5 84 55 97. Nähere Informationen unter www.der-alarm-profi.de 

Alarmprofi Ralf G. Mittag aus Falkensee zeigte schließlich, welche elektronischen „i-Tüpfelchen“ die Sicherheitsbranche zu bieten hat. Je nach Voraussetzungen und Bedürfnissen schlage die Alarmtechnik mit 750 bis 3500 Euro zu Buche.

Klaus Cupl und Alfred Leppak aus der Oranienburger Kleingartenkolonie Eintracht Orania nehmen viele praxisnahe Hinweise vom MAZ-Forum mit. Sie wollen den Vereinsvorstand über die Veranstaltung informieren und die wichtigsten Tipps mit Aushängen publik machen. Schließlich sollen sich in der dunklen Jahreszeit die Nutzer aller 241 Parzellen besser vor Einbruch schützen können. Besonders das sekundenschnelle Aufhebeln der Fenster habe ihn entsetzt, sagt Alfred Leppak: „Meine Haustür ist siebenfach verriegelt, aber die Fenster machen mir Angst.“

Auch für sie habe sich die mehr als zweistündige Veranstaltung gelohnt, sagt Christiane Wollank. „Wenn ich jetzt nach Hause komme, weiß ich, was ich machen muss.“ Sie könne nur jedem empfehlen, sich mit dem Thema Einbruchsicherheit zu befassen. Schließlich war vergangenes Jahr auch ins Haus ihrer Tochter in Löwenberg eingebrochen worden. Der Wachhund wurde dort mit einem Leckerli betäubt. In Zehdenick habe die Polizei aber kürzlich eine Bande dingfest gemacht. Auch die Täter von ihrem Einbruch sind 2011 von der Polizei in Berlin gefasst worden. Die Kroaten hätten mehr als 100 Einbrüche gestanden, darunter zahlreiche in Oberhavel.

Von Helge Treichel

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