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Oberhavel Sieben Ortsteile unter einen Hut bringen
Lokales Oberhavel Sieben Ortsteile unter einen Hut bringen
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18:49 04.11.2015
Die Kultur- und Kinderkirche Eichstädt war Gastgeber des Wahlforums, moderiert von Dirk Nierhaus (OGA) und Robert Tiesler (MAZ). Quelle: Ulrike Gawande
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Eichstädt

„Wo sehen Sie Oberkrämer im Jahr 2020?“, fragte Dirk Nierhaus, der zusammen mit Robert Tiesler am Dienstagabend in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt das Wahlforum moderierte, zu dem die drei Kandidaten der Bürgermeisterwahl in Oberkrämer rund 100 Besuchern Rede und Antwort standen.

Amtsinhaber Peter Leys, der als gemeinsamer Kandidat der Bürger für Oberkrämer (BfO) und der CDU antritt, wünscht sich die Gemeinde „weiterzuentwickeln“. Er sähe nicht, dass die Verwaltungsstrukturreform 2019 eine Rolle für Oberkrämer spielen werde. „Wir sind stark und groß genug.“ Dazu brauche man jedoch mehr Wohnraum. Bauland gäbe es dafür in Marwitz oder Schwante. Auch in Bötzow seien Flächen vorhanden. „Platz haben wir allemal, wenn auch nicht in allen Ortsteilen gleich.“ Umso wichtiger sei deshalb, das Ortsbild sowie das Zusammenwachsen der sieben Ortsteile zu entwickeln. Schwierig, so Leys. Vor allem, da es seiner Meinung nach immer komplizierter werde, Bürger für das Ehrenamt zu motivieren, abgesehen von der Arbeit in Sportvereinen.

Dem widersprach Jörg Ditt, der bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag für ein Bündnis aus Grünen, Linken und Freien Wählern antritt, vehement. „Es ist nicht schwer, Ehrenamtliche zu gewinnen, aber man muss die Bürger auch miteinbeziehen, mit ihnen reden“, erklärte er wiederholt. Für ihn reiche es nicht, wenn ein Bürgermeister nur im Rathaus für Bürger erreichbar sei. „Man muss mit den Bürgern ins Gespräch kommen.“ Wie das geschehen soll, ließ er offen. Manch einer im Publikum murmelte leicht verwundert, ob Jörg Ditt demnächst bei den Bürgern von Tür zu Tür ziehen würde.

Bürgernähe ist auch für Carsten Schneider, der für die SPD ins Rennen um den Bürgermeisterposten geht, ein wichtiger Punkt. Er freue sich trotz seines hohen beruflichen Engagements – Schneider ist ärztlicher Betriebsleiter in Neuruppin – auf die mögliche Aufgabe. „Ich möchte etwas verändern.“ Er schätzt Visionen. Daher kritisierte er scharf seinen Gegenkandidaten Ditt, der im Laufe des Abends, seiner Meinung nach, statt Zukunftsperspektiven für den Ort, oft einen zu kritischen Blick auf die Entscheidungen in der Vergangenheit warf, was auch vom Publikum nicht immer begrüßt wurde.

Schneider fand: „Man kann in Oberkrämer auf guter Grundlage aufbauen.“ Wenn Wohnraum geschaffen werde, müsse im gleichen Maße die Infrastruktur angepasst werden. Dazu gehöre der Ausbau der Kitas, vielleicht eine weiterführende Schule. Besonders aber die Förderung des Nahverkehrs.

Themen, wie auch der Straßenausbau, die vielen Besuchern unter den Nägeln brannten. Trotzdem konnten sie selten greifbare Antworten mit nach Hause nehmen, da gerade die Entscheidungen in diesen Bereichen oft nicht bei der Gemeinde lägen. Da waren sich alle Kandidaten einig. Weniger einig war man sich im Hinblick auf getätigte oder anstehende Investitionen, und die dazugehörige Transparenz der Auftragsvergabe sowie entstandene Kostensteigerungen. Leys als Amtsinhaber verteidigte jedoch die Projekte (Hallen in Marwitz und Eichstädt, Bolzplatz in Bötzow). Man habe demokratisch entschieden.

Von Ulrike Gawande

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