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Signale für Erhalt der alten Turnhalle

Kremmen Signale für Erhalt der alten Turnhalle

Was wird nun aus der alten Turnhalle an der Kremmener Goetheschule? Im Bauausschuss hat sich am Dienstagabend abgezeichnet, dass sie wohl doch nicht abgerissen wird. Denn auch ein Großteil der Kinder hat sich dafür ausgesprochen – und Grundschulleiterin Annette Borchert hat weitere Argumente.

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Die alte Schulsporthalle.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Die alte Turnhalle an der Goetheschule bleibt für den Schulsport gesperrt. In der Stadtparkhalle nebenan ist es unterdessen recht eng. Ein Dauerzustand kann das nicht sein, finden Eltern, Kinder und Stadtverordnete. Deshalb fand am Dienstagabend eine Sondersitzung des Bauausschusses statt.

Die Frage ist: Was soll aus der alten Halle werden? Die Kinder der Goetheschule haben sich eindeutig positioniert. In einer offenbar von den Schülern selbst initiierten Umfrage waren 165 von 190 dafür, die Turnhalle nicht abzureißen. Das beeindruckte auch Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) und die Bauausschuss-Mitglieder.

Das Problem in der Halle: Das Dach ist undicht, die Fassaden stellenweise feucht, es gibt Bakterien in der Luft, die allerdings nur für Allergiker relevant seien, so ein Gutachten. Die Sanierung des Hallendaches würde etwa 90 000 Euro kosten, so der Bürgermeister. Die Fassade weitere 50 000 Euro, ein Schadstoffkataster 20 000 Euro. Eine Rundum-Sanierung könnte weitere 270 000 Euro kosten – also insgesamt 430 000 Euro. Geld, das Kremmen so schnell nicht hat.

Seitens der Grundschule empfiehlt Schulleiterin Annette Borchert den Erhalt der Halle. Es sei sinnvoll, den Sportunterricht der Grund- und Oberschüler zu trennen. Bürgermeister Busse will nun eine Entscheidung der Stadtpolitik. Er selbst positioniert sich nun nicht mehr so eindeutig wie vor zwei Wochen, als er zwar eine Sanierung für denkbar hielt, aber einen Abriss eher favorisierte. Am Dienstag wies er aber darauf hin, dass sowohl Schule als auch Hort Engpässe hätten, die an der Stelle wettgemacht werden könnten. 2017 seien keine Geldmittel vorhanden, so Busse weiter, bis 2018 müsse man „die Füße stillhalten“ und dann sehen, wie hoch der Platzbedarf in den beiden Hallen sei.

Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) findet das schwierig. Er wolle die Halle nicht einfach so stehen lassen, das Notwendigste – also das Dach – müsse saniert werden. „Dann müssen wir sehen, was bei der Be- und Entlüftung zu machen ist.“ Kremmen brauche die alte Halle. Auch Reiner Tietz (Linke) spricht sich „eindeutig für den Erhalt der Halle“ aus. Ebenso Arthur Förster (UWG/LGU) und Helmut Glanzer (CDU). Somit gibt es aus der Stadtpolitik erste starke Signale für den Erhalt und für die Sanierung der alten Sporthalle. Echte Entscheidungen müssen aber noch getroffen werden.

Von Robert Tiesler

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