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Oberhavel „So schlimm, dass man keine Worte findet“
Lokales Oberhavel „So schlimm, dass man keine Worte findet“
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17:01 15.11.2015
Partnerschaftstreffen von Velten und Grand Couronne im Oktober. Quelle: Ulrike Gawande
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Oberhavel

Mit Bestürzung und Anteilnahme reagierten auch die Menschen in Oberhavel auf die Terroranschläge in Paris. Viele drückten das mit der französischen Trikolore in ihrem Profilbild bei Facebook aus. Unter ihnen Robin Miska aus Birkenwerder, der sich seit Jahren im deutsch-französischen Komitee für die Partnerschaft mit Villetaneuse engagiert. Er schreibt: „Wir denken in diesen Minuten an unsere französischen Freunde. Wir denken an diejenigen, die durch diese abscheuliche Tat ihr Leben verloren haben, ihre Freunde und Familienmitglieder und an diejenigen, die sich ganz in der Nähe der Tatorte aufhielten und Solidarität geleistet haben.“

„Die Geschehnisse in Paris haben mich furchtbar mitgenommen“, berichtet sichtlich erschüttert Lyanne Rößner aus Velten. Mehr als vierzig Jahre lang hat sich die Städtepartnerschaft der Ofenstadt mit der normannischen Stadt Grand Couronne, das nur knapp 125 Kilometer von Paris entfernt liegt, aufgebaut, und pflegt sie bis heute. „Ich war so oft in Paris und die schrecklichen Nachrichten haben mich zutiefst erschreckt.“ Die Attentate würden sie an die Anschläge von New York im Jahr 2001 erinnern. „Ich kann nicht verstehen, dass Menschen so etwas tun müssen, weil sie die Welt beherrschen wollen.“ Lyanne Rößners Gedanken gelten derzeit vor allem den Freunden in der französischen Partnerstadt. Viele von ihnen hätten Bekannte oder Verwandte in Paris.

Unterdessen formuliert Dagmar Grüneberg, bei der vor wenigen Tagen noch Grand Couronnes Bürgermeister Patrice Dupray während des Familienaustausches zu Gast war, ein Schreiben für ihre französischen Freunde. „Ich möchte mein Mitgefühl ausdrücken, ihnen sagen, dass ich an sie denke.“ Sie sei noch immer geschockt darüber, „was in Paris passiert ist und mit welch massiver Gewalt gegen den Freiheitsgedanken eines Volkes vorgegangen wurde.“ Schon bei ihrem Besuch im Sommer in der Partnerstadt an der Seine sei ihr eine erhöhte Militärpräsenz aufgefallen, speziell vor den Kirchen wie der Kathedrale der Nachbarstadt Rouen. „Schockierend, dass es trotz aller Vorkehrungen „zu solchen Gewalttaten kommen kann“, so Dagmar Grüneberg. „Es wird deutlich, dass niemand sicher ist und es ist unübersehbar, wie nah der Terror an uns herankommen ist.“

Betroffen ist auch Aurore Koch, die in Menz das Café Bric à Brac betreibt. Nicht nur als Französin trauere sie mit den Menschen in ihrer Heimat und den Familien der Opfer. „Heute ist es egal, ob ich Französin oder Deutsche oder anderer Nationalität bin. Die Trauer über die Ereignisse ist bei allen groß. Ich bin noch zu sehr geschockt, um dafür Worte zu finden“, sagte sie am Sonnabend. Verbindungen nach Paris habe sie nicht, ihre Familie lebe entfernt von der französischen Hauptstadt. Ihr Mann Jan Koch hatte das Fußballspiel, in dessen Verlauf am Freitagabend die ersten Explosionen zu hören waren, im Fernsehen verfolgt. „Es war nicht zu überhören“, sagte er. Die Dimension sei dann allerdings erst nach der Live-Übertragung klar geworden.

„Das ist so schlimm, dass man keine Worte findet“, sagt Raymond Lerosier, Inhaber des Restaurants „Normandie“ in Schildow. Die Täter seien „Bestien“. Und Lerosier fordert: „Es wird Zeit, dass die Polizei in Europa noch besser zusammenarbeitet.“

Von Ulrike Gawande und Helge Treichel

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