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So viel wie noch nie in einem Jahr investiert

Oranienburg So viel wie noch nie in einem Jahr investiert

15 Millionen Euro hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Woba) in diesem Jahr in Erhaltung und Neubau von Wohnungen gesteckt. Auf diesem hohen Level bleiben die Investitionen auch 2018.

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Baustart an der Walther-Bothe-Straße in der Weißen Stadt wird erst 2019 sein. Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski mit den Plänen, die 2018 konkretisiert werden.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Zehn Zwei-Raum-Wohnungen sind noch zu haben. Alle um die 70 Quadratmeter groß. Die anderen 37 Wohnungen in den neuen Stadtvillen am Schlosshafen sind seit Herbst peu a peu bezogen worden. „Die Carports fehlen noch und letzten Anpflanzungen, das sollte eigentlich schon komplett sein“, so Bernd Jarczewski. Weniger gefragt als gedacht, waren die Wohnungen mit kleinem Hausgarten im Erdgeschoss. Wer sich dieses Quartier ausgesucht habe, wollte wohl Wasser und Grün nur noch genießen und habe Eigenheim samt Gartenarbeit hinter sich gelassen, vermutet der Woba-Geschäftsführer. Mit fünf Millionen Euro waren die Neubauten der große Batzen von insgesamt 15 Millionen Euro, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Woba) im zu Ende gehenden Jahr investiert hat: „So viele Investitionen wie noch nie“, so Bernd Jarczewski.

Ab Januar in die Vermietung geht das neue Woba-Haus in der Gartenstraße 4. Baukosten: zwei Millionen Euro. Hier sollen ausschließlich Menschen mit Wohnberechtigungsschein Einzug halten. „Wir haben eine lange Liste von möglichen Bewerbern und sprechen sie jetzt an.“ Dabei sollen Zweidrittel der Wohnungen an einheimischen Bewerber und ein Drittel an Geflüchtete vergeben werden, „denn wir möchten im Haus zusammen mit einer Betreuung durch den Märkischen Sozialverein Integration hinbekommen. Es ist Neuland, ein Versuch. Ob er glückt, werden wir in einem Jahr wissen.“

Zum Jahresende abgeschlossen sein sollte ursprünglich auch die Sanierung des Wohnblockes in der Straße zum Schlosspark 15 bis 23. Dabei sind aus 60 nur noch 55 Wohnungen geworden. „Aus Einraumwohnungen haben wir Vier- und Fünfraumwohnungen gemacht.“ Für große Wohnungen gab es in den 1990er-Jahren keinen Bedarf, deshalb waren sie bei Haussanierung verschwunden. Nun werden sie wieder gebraucht. Dass der Block später fertig ist, lag an fehlenden Handwerkern, die einfach nicht zu bekommen waren. Die letzten Balkone sollen nun im Januar angebracht werden. 50 Prozent der Wohnungen sind bewohnt, „die andere Hälfte geht ab Mitte März in die Neuvermietung“, so Jarczewski.

Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten schlugen 2017 mit Summa Summarum 1,6 Millionen Euro zu Buche. Einen neuen Fassadenanstrich haben 2017 die altersgerechten Häuser in der Robert-Koch-Straße und Woba-Häuser in der Matthias-Thesen-Straße bekommen.

15 Millionen Euro – auf diesem Level bleiben die Investitionen der Woba auch 2018. 2,3 Millionen davon fließen in Erhaltungsmaßnahmen, so bekommen Häuser in der Erich-Mühsam-Straße einen neuen Anstrich. „Und wir beginnen mit der Nachrüstung aller Wohnung mit Rauchmeldern, die ab 2020 Pflicht sind. Das ehemalige Zehlendorfer Gemeindehaus wird zu drei Wohnungen umgebaut. Das sollte schon in diesem Jahr passieren, scheiterte aber ebenso am Mangel an Handwerkern.

In der Altstadt werden 2018 die Häuser in der Gartenstraße 2a bis 3c saniert „und das Karree damit komplett gemacht“, so Jarczewski. Die Wohnungen in der Kanalstraße 54 bis 57, die die Woba von der OWG übernommen hatte, bekommen größere Balkone und eine neue Fassade – damit alles aus einem Guss ist. Saniert werden in der Mittelstadt die Wohnungen im Haus Zellerstraße 23 bis 26. „Der Zustand ist nicht mehr gut.“ Bis 2023 folgen die Gebäude Haller,– Innsbrucker- und Klagenfurter Straße.

Und es beginnen nach der aktuellen Bombensuche die Planungen für das Großprojekt Weiße Stadt. Nach dem Grundstückskauf der Woba von der Stadt und den Ausschreibungen ist 2019 Baustart für die ersten 75 Wohnungen.

Die Oranienburger Wohnungsbaugesellschaft (Woba) ist eine städtische Tochter.

Sie hat aktuell 3653 Wohnungen in der Vermietung.

Der Großteil sind Plattenbauten, die zumeist saniert sind.

In den letzten Jahren kamen Neubauten dazu, so am Bötzower Platz, die drei Neubauten am Schlosshafen an der Havel und der Neubau in der Gartenstraße 4.

Die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei der Woba pro Quadratmeter bei 4,93 Euro.

Der Leerstand ist gering und liegt derzeit bei 3,5 Prozent der Wohnungen. Wobei es sich vor allem um Wohnungen handelt, die wegen Sanierungsarbeiten freigezogen sind.

2017 hat die Wohnungsbaugesellschaft insgesamt 15 Millionen Euro in Bestand und Neubau investiert. So viel wie noch nie.

In den 1990er-Jahren lagen die jährlichen Investitionen bei zwei bis drei Millionen DM.

2018 will die Woba ebenso 15 Millionen Euro investieren.

Im kommenden Jahr ist Planungsstart für das Großprojekt Weiße Stadt: Ab 2019 sollen im 1. Bauabschnitt 75 neue Wohnungen im ersten Gebäudekarree für 15 Millionen Euro an der Walther-Bothe-Straße entstehen. Drei weitere Bauabschnitte folgen.

Von Heike Bergt

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