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Oberhavel Socken und Schokolade
Lokales Oberhavel Socken und Schokolade
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07:00 22.12.2015
Kerstin Kind (l.), Bärbel Borchert und Marga Münchhoff (r.) stricken für Bedürftige. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Einfarbig oder mit Streifen am Rand _ die zehn Bewohner des Obdachlosenhauses an der Greifswalder Straße in Oranienburg erhielten am Montag besonders liebevoll hergestellte Geschenke. Pro Person zwei Paar handgestrickte Socken _ mit Schokoladenweihnachtsmann und Tannenzweig zu einem Präsent zusammengebunden.

Gestrickt worden sind die Socken von den Malzer Strickfrauen. So nennen sich die 80-jährige Lieselotte Winkler, Kerstin Kind und Marga Münchhoff und ihre Freundin Bärbel Borchert aus Tarmow in Ostprignitz-Ruppin. Lieselotte Winkler war allerdings nicht mit zur Übergabe gekommen, weil sie nicht mehr so gut zu Fuß ist. Doch gestrickt hat sie mit ebenso viel Liebe wie die anderen drei Frauen.

Seit drei Jahren treffen sich die Frauen einmal pro Woche reihum bei sich zu Hause. Dort sitzen sie in der Küche bei Kaffee oder Tee, stricken und schmieden Pläne. Zum Beispiel wem sie mit ihren gestrickten Dingen eine Freude machen könnten. Ins Leben gerufen hatte diese Strickrunde Marga Münchhoff. Sie hatte von ihrer Schwester so viel Wolle geerbt, dass sie sich sagte: „Das kann ich in 100 Jahren nicht alleine verstricken.“ Also suchte sie Mitstreiterinnen. Und für sie stand auch gleich fest, dass sie für einen guten Zweck stricken wollte. Für Obdachlose haben die Frauen jetzt das 3. Mal gestrickt. Doch sie möchten auch gerne hübsche Stricksachen zum Beispiel für Flüchtlingskinder herstellen und suchen dafür den Kontakt zur Willkommensinitiative Oranienburg.

Im städtischen Obdachlosenhaus wurden die Strickfrauen gestern von Leiterin Gabriela Trümner zum Mittagessen eingeladen. Es gab Entenkeule, Rotkohl und Klöße. Bewohner hatten selbst mit gekocht. und bedankten sich für die Geschenke. Die Strickfrauen suchen Mitstreiterinnen. Diese können sich bei Marga Münchhoff melden, 0 33 01/80 82 68.

Von Marion Bergsdorf

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