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Soforthilfe für Hochwasser-Opfer beginnt

Wassermassen in Oberhavel Soforthilfe für Hochwasser-Opfer beginnt

Die Auszahlung der Soforthilfen für die vom Hochwasser betroffenen Menschen kann jetzt beginnen. 240 Anträge liegen vor, die meisten aus Oranienburg.

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Vor allem Leegebruch war massiv betroffen.

Quelle: Julian Stähle

Oranienburg. Über die Modalitäten der Auszahlung der Soforthilfen aus dem Nothilfefonds sind Kreisverwaltung, Städte und Gemeinden am Donnerstag, 3. August, informiert worden. Die Kommunen, aus denen infolge der Starkregens zwischen 29. Juni und 5.Juli Hilfeersuchen von betroffenen Bürgern eingegangen sind. Die abschließende Entscheidung über die Bewilligung und die Auszahlung der Mittel erfolgt erst nach Abstimmung mit den Städten und Gemeinden. Einzelne Bestätigungen wurden bereits am 3. August erteilt. Noch offene Erklärungen sind am Montag eingegangen, so dass die Auszahlung in den kommenden Tagen beginnen kann.

Betroffene konnten bis zum 31.Juli eine kurzfristige Soforthilfe beim Landkreis beantragen. Insgesamt wurden 240 Anträge bewilligt. Die Höhe des ausgezahlten Betrages orientiert sich an der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. 649 Personen sind von der Hilfeleistung erfasst. Danach beträgt die durchschnittliche Hilfezahlung rund 416 Euro pro Haushalt.

In der Summe entspricht dieser Betrag 25 Prozent der durch den Kreistag am 12 Juli und zusätzlich durch die Landesregierung bereitgestellten Mittel: Mit den 250.000 Euro aus dem Haushalt des Landkreises Oberhavel und den 150.000 Euro des Landes Brandenburg beträgt das Gesamtvolumen des Nothilfefonds 400.000 Euro. Der Anteil für die Soforthilfen beläuft sich danach auf 100.000 Euro. Im Einzelnen verteilen sich die Hilfen auf folgende Städte und Gemeinden: Oranienburg 129, Leegebruch 70, Hohen Neuendorf 10, Oberkrämer 10, Birkenwerder 7, Velten 7, Glienicke 5, Kremmen 2.

Der private Antragsteller muss an Gebäuden oder Räumen oder im Bereich Haushalt und Hausrat einen Gesamtschaden von mindestens 5000 Euro erlitten haben. Eine Schadensregulierung durch eine Versicherung darf nicht erfolgt sein. Neben aktuellen Informationen diente die Absprache auch dazu, die Möglichkeiten einer mehrfachen Geltendmachung derselben Schäden zu begrenzen. Diese Frage stellt sich immer dann, wenn in den Städten und Gemeinden die Auszahlung von weiteren Hilfeleistungen, wie etwa Spenden erfolgen soll.

Neben den Soforthilfen können die Betroffenen weiterhin einen finanziellen Zuschuss zur Instandsetzung oder den Ersatz von beschädigten Hausratsgegenständen beantragen. Hier endet die Frist am 31. Oktober 2017. 135 Anträge sind bereits eingegangen. Das Gesamtvolumen der Zuwendungen beträgt 300.000 Euro. Ein Schaden muss mindestens 500 Euro ausmachen. Zur Berechnung können Pauschalen genutzt werden. Die Bemessungsgrundlagen betragen 20 Euro pro Quadratmeter Kellerfläche, 40 Euro je Quadratmeter Wohnfläche sowie 10 Euro je Quadratmeter Garage. In Fällen, in denen nicht vom Angebot der pauschalierten Zuwendung Gebrauch gemacht wird – beispielsweise zur Erneuerung beschädigter oder zerstörter Bauteile an Gebäuden – kann die Zuwendung bis zu 80 Prozent der entstandenen Kosten ergeben. Diese müssen im Antrag nachgewiesen werden.

Auf das Spendenkonto des Landkreises Oberhavel „Starkregen-Soforthilfe für OHV“ kann weiterhin eingezahlt werden. Die Gelder gehen ebenfalls dem Nothilfefonds zu und werden über das noch laufende Antragsverfahren verteilt. IBAN DE 74 160 50 000 1000 7776 14, BIC WELADED1PMB.

Von MAZ-online

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