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Sommerfeld bekommt eine Bücherzelle

Eröffnung am 23. April Sommerfeld bekommt eine Bücherzelle

In Sommerfeld gibt es schon lange keine Bibliothek mehr. Dafür aber bald eine Bücherzelle. Sie funktioniert wie eine Art Büchertauschbörse. Sommerfelder können Bücher reinlegen und welche ausnehmen, es gibt keine Zwänge. Nun steht auch fest, wo und wann die Zelle eingeweiht wird.

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Rudi Kretschmann mit Bildern vom Bücherzellen-Projekt.

Quelle: Robert Tiesler

Sommerfeld. Telefonzellen sind aus den Ortsbildern so gut wie verschwunden. Aber sie feiern ein Comeback – in neuer Funktion. Sommerfeld bekommt am 23. April eine „Bücherzelle“.

Rudi Kretschmann und der Verein „Sommerfelder Miteinander“ haben sich in den vergangenen Monaten um dieses Projekt gekümmert. In Bücherzellen können die Bewohner des Dorfes Bücher tauschen. Sie können dort entnommen oder geliehen werden, dafür können die Besucher eigene Bücher in das Regal in die Zelle legen. Quasi eine dauerhafte Tauschbörse.

„Ich habe das mal am Rhein gesehen“, erzählt Rudi Kretschmann. „Allerdings mit umgebauten Weinfässern. So was gibt es hier ja nicht.“ Da es in Sommerfeld ansonsten keine Bibliothek mehr gibt, keimte die Idee auf, was Eigenes zu schaffen. Kretschmann stieß im Internet auf die von der Telekom ausrangierten Telefonzellen und das Konzept der Minibüchereien, das in Borgsdorf bereits umgesetzt worden ist. Im Ortsbeirat ist das Thema daraufhin besprochen und befürwortet worden. 535 Euro kostete eine Zelle, bezahlt aus dem Fonds der Stadt Kremmen, der für Sommerfeld zur Verfügung steht.

Die schon umlackierte Zelle wird derzeit noch in Sommerfeld gelagert

Die schon umlackierte Zelle wird derzeit noch in Sommerfeld gelagert.

Quelle: privat

Der Aufstellort ist ebenfalls schon genehmigt. Die Zelle wird auf dem Parkplatz nahe der Feuerwehr errichtet – das soll einige Tage vor der offiziellen Einweihung geschehen.

Mehrere Sponsoren aus Sommerfeld und dem Fehrbelliner Ortsteil Wall haben geholfen, dass das Projekt gestemmt werden konnte. Die Unternehmen sorgen für die Fertigstellung des Fundamentes, den Elektroanschluss und die Außengestaltung.

In der Zelle wird es außerdem eine kleine Pinnwand geben. „Für den Austausch von Dienst- und Hilfeleistungen von Sommerfeldern“, sagt Rudi Kretschmann.

Der Sommerfelder hofft, dass es zu keinen Vandalismusschäden kommt. „Ich habe mich aber in ganz Deutschland umgehört, wo dieses Projekt umgesetzt worden ist. Bisher gab es da keine schlechten Erfahrungen.“

Zur Eröffnung am Sonnabend, 23. April – übrigens der Welttag des Buches –, um 15 Uhr sollen auch schon die ersten Bücher in die Zelle gelegt werden. Der Verein „Sommerfelder Miteinander“ spendet für das kleine Fest Kaffee und Kuchen. „Wir hoffen auf eine rege Anteilnahme“, sagt Rudi Kretschmann.

Von Robert Tiesler

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