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Oberhavel Sommerlager 2017 geht zu Ende
Lokales Oberhavel Sommerlager 2017 geht zu Ende
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00:19 07.08.2017
Entsprechend der Zeit Martin Luthers drehte sich im Sommerlager alles um das 16. Jahrhundert. Quelle: Robert Roeske
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Vehlefanz

Mit dem großen Abschlussgottesdienst am Sonnabend ab 10 Uhr endet das Sommerlager 2017 hinter der Mühle in Vehlefanz. Dazu sind alle Eltern eingeladen, dessen Kinder im Camp waren, aber auch alle anderen Interessierten. Danach wird alles abgebaut. „Wir haben die Hoffnung, dass sich ein paar Eltern begeistern lassen, beim Abbau zu helfen“, sagte am Freitag Oliver Lauktien, einer der Organisatoren des Camps von den freikirchlichen Gemeinden in Oberkrämer und Oranienburg.

Eine Kuh aus Holz. Quelle: Robert Roeske

Das 20. Sommerlager war ein Besonderes. Wie berichtet, musste es kurz vor dem Start den bekannten Platz am Mühlensee verlassen. Die Rettungswege waren verschlammt. „Wir hatten dadurch teilweise längere Wege“, erzählte Oliver Lauktien. Ansonsten habe es aber keine größeren Probleme gegeben. Dennoch: „Es war diesmal ganz schön anstrengend“, gab er zu. Die Kinder erfordern viel Aufmerksamkeit.

Es gab für sie aber auch viel zu tun. Tjard (11) aus Bötzow zeigt auf das Häuschen, das seine Gruppe geschaffen hat. „Das ist ein Fachwerkbau, eine bayerische Hütte.“ Die Gruppe, in der er eine Woche lang gelebt hat, heißt nämlich „Die bayerischen Butterstampfer“. „Toll war auch die Nachtwache“, erzählte Samuel (11) aus Berlin. „Weil wir so lange wach bleiben konnten.“ Bei der Wache haben sie sogar einen toten Hecht im Wasser gefunden.

Ballspiele... Quelle: Robert Roeske

„Ich habe hier viele neue Freunde gefunden“, sagte Thaddäus (10) aus Chemnitz. Er war das erste Mal dabei. Begeistert hat ihn auch das Anspiel, das jeden Tag stattfand. Da haben die Sommerlager-Bewohner immer etwas aus dem Leben von Martin Luther erfahren. Luther und die Reformation waren das große Thema im Camp. „Ich wusste vorher gar nichts über Luther“, erzählte Debbie (9) aus Oranienburg. „Ich finde gut, dass er die Wahrheit sagt, auch wenn es gefährlich für ihn ist.“

Der „Johanniterorden“ Quelle: Robert Roeske

„Schön, aber auch anstrengend“, findet Anke Lauktien die Arbeit im Sommerlager. „Es gibt Situationen, wo man eingreifen muss.“ Aber im Großen und Ganzen sei die Stimmung auf dem Areal auch in diesem Jahr super – trotz aller Widrigkeiten. „Das Gelände hat sich bewährt“, fand Tim Auner, der ebenfalls zu den Betreuern gehört. Es sei eine gute Alternative zum Platz am Mühlensee gewesen. „Manchmal war es aber ein bisschen matschig, und einmal hat sich ein Lkw festgefahren“, berichtete Naemi (10) aus Schmachtenhagen.

Ein bisschen Entspannung. Quelle: Robert Roeske

Bislang ist noch unklar, ob das Camp 2018 an seinen alten Platz zieht oder an der jetzigen Stelle aufgeschlagen wird. Das werde noch mit dem Besitzer der Flächen besprochen – und mit der Unteren Naturschutzbehörde, denn die zehnjährige Genehmigung für das Areal direkt am Mühlensee laufe dieses Jahr aus, erzählte Mitorganisator Oliver Lauktien. Man wolle sich in der Hinsicht demnächst Gedanken machen. Zunächst aber freuten sich am Freitag alle Campbewohner auf den letzten Tag.

Von Robert Tiesler

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