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Sommerliches Kiezfest im Scheunenviertel

Kremmen Sommerliches Kiezfest im Scheunenviertel

Statt Feuer und Flamme gab es am Sonnabend beim gleichnamigen Fest viele bunte Luftballons, die als fliegende Werbebotschafter für die Stadt in den Himmel geschickt wurden. Dass man aber auch so Feuer und Flamme für seinen Wohnort sein kann, wurde in der Talkrunde deutlich, bevor abends mehrere regionale Bands die Bühne rockten.

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Hoffest bei den Ziegen auf dem Karolinenhof

Die Kulturranzen aus Beetz eröffneten den Musikabend.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Um das Fest „Feuer und Flamme für Kremmen“ ein wenig bunter zu machen, hatte Ellen Brunner vor fünf Jahren die Idee, dass die Festbesucher unzählige Luftballons in den Himmel aufsteigen lassen. An jeden Ballon angebunden eine Karte mit dem Konterfei der amtierenden Erntekönigin, die zum kommenden Erntefest nach Kremmen einlädt. Denn Ellen Brunner ist eben Feuer und Flamme für Kremmen, engagiert sich nicht nur für das Scheunenviertel. Ihr liegt ihr Wohnort am Herzen.

Ebenso ergeht es den Gesprächspartnern des Journalisten Robert Tiesler, der am Sonnabend nicht nur durch das Festprogramm führte, sondern auch die Talkrunde moderierte. „Wir wollen zeigen, was in Kremmen los ist und Leute vorstellen, die sich für ihren Ort engagieren.“ Und so saßen auf der Bühne neben dem Ehepaar Sabine und Matthias Dill, die in diesem Jahr die 800-Jahrfeier der Stadt federführend organisiert hatten, Andrea Busse von der Tourismusinformation, Malte Voigts vom Spargelhof und Conny Nowak, die seit dem Frühjahr die Galerie-Scheune „Einfach schön“ betreibt.

Luftballon-Aktion des Scheunenviertelvereins

Luftballon-Aktion des Scheunenviertelvereins.

Quelle: Ulrike Gawande

Die Tourismusexpertin beeindruckte Moderator und Publikum, in dem sie berichtete, dass unter den 8000 Touristen, die 2015 nach Kremmen kamen, auch New Yorker, Franzosen und Niederländer waren. „Die kommen gezielt nach Kremmen, oft auf Spurensuche und unternehmen von hier aus einen Abstecher nach Berlin.“ Allgemeines Gelächter im Publikum,das am Nachmittag nur zögerlich die Festwiese vor dem Theater „Tiefste Provinz“ stürmte, bevor es abends zu den Auftritten der Livebands doch noch richtig voll wurde.

Lob für die gelungene 800-Jahrfeier der Stadt

Aber der Talkrunde tat das fehlende Publikum keinen Abbruch und die anwesenden Zuhörer lauschten interessiert der gesprächigen Runde. Sie erfuhren, dass Andrea Busse nicht nur Fragen zu Rotlichtetablissements beantworten muss, sondern vor allem bei der Aufführung der Grundschüler zur 800-Jahr-Feier Tränen in den Augen hatte. Dass Malte Voigts ebenso wie Matthias Dill vor Arbeit keine Zeit zum Feiern hatten. „Ich habe die Atmosphäre kurz auf mich wirken lassen. Es war ein gelungenes Fest, abgerundet, genau passend und stimmungsvoll“, ist der Geschäftsführer des Spargelhofes, für den es wenigstens zu einer Fest- Stippvisite gereicht hat, voll des Lobes. Matthias Dill hofft auf ruhigere Zeiten, um zumindest das Bühnenprogramm auf sage und schreibe elf DVDs entspannt genießen zu können. „Ingo Pahl hat alles aufgenommen, inklusive Luftaufnahmen“, bedankt sich der engagierte Kirchenmusiker, der am liebsten die Kölner A-Capella-Gruppe Wise Guys zum Stadtfest geholt hätte. „Sie wären gekommen, hatten aber schon ein Konzert im Kalender.“

Auch Galeristin Conny Nowak hatte keine Zeit für das Stadtfest. „Manchmal ist der Kirchplatz wie ein anderer Kontinent.“ Aber sie sei überaus zufrieden mit der Scheune in Kremmen, in der sie im Mai ihre Galerie eröffnet hat. „Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach einer Datscha“, erzählt die Berlinerin, die vor allem das vielfältige Angebot im Scheunenviertel begeistert. Doch gäbe es bei den Öffnungszeiten vor allem der Lokale Verbesserungsbedarf, sind sich alle einig. Die Abstimmung fehle. „Von Montag bis Mittwoch hat kein Restaurant geöffnet“, berichtet Andrea Busse. Das ergäbe unzufriedene Gäste, die die Fachfrau oft in großen Gruppen direkt am Bahnhof zu Stadtführungen abholt. Doch Besserung ist in Sicht. Malte Voigts stellte in Aussicht, dass nach der erfolgreichen Heidelbeerernte von 15 Tonnen in diesem Jahr, zukünftig sein Restaurant von April bis August an sieben Tage die Woche geöffnet haben soll. „Wir haben eine gute Symbiose mit dem Scheunenviertel, lobte er die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Die Kicker Dibs spielten am Abend vor vielen Leuten

Die Kicker Dibs spielten am Abend vor vielen Leuten.

Quelle: Robert Tiesler

Am Abend spielten die Kulturranzen aus Beetz auf der Bühne im Scheunenviertel. Als die Sonne nicht mehr brannte, kamen dann auch mehr und mehr Menschen auf das Festgelände. „Die Unbestechlichen“ aus Oranienburg sorgten für etwas härtere Töne, ließen aber auch Rio Reisers „König von Deutschland“ wieder aufleben. Die „Kicker Dibs“ aus Berlin traten schon das dritte Mal in Kremmen auf. Das Trio „Auszeit“ beendete dann die lange Sommernachtsparty.

Von Ulrike Gawande

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