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Oberhavel Sommertheater in Schwante
Lokales Oberhavel Sommertheater in Schwante
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06:05 06.06.2016
Als Hauptrequisite und Treffpunkt dienten den jungen Darstellern eine Parkbank an einer vermeintlichen Bushaltestelle. Quelle: Foto: Ulrike Gawande
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Schwante

„Eigentlich würde ich gerne mal eine Böse spielen“, verrät Lena. Beim ersten Sommertheater des Musik- und Theatervereins Oberhavel (MTO) aber blieb sie das was sie ist, ein junges Mädchen. Dabei gefällt der Zehnjährigen am Theaterspielen vor allem das „schlüpfen in andere Rollen“.

Seit den letzten Sommerferien steht bei der Fünftklässlerin einmal in der Woche nach dem Unterricht Theaterspielen auf dem Stundenplan. Die Ergebnisse des von Jochen Wermann vom MTO erteilten Unterrichts konnten die Besucher am Sonntagmorgen, im weit über den letzten Platz hinaus besetzten Saal des Schlosses in Schwante, sehen. „Unsere Räumlichkeiten am Wasserturm hätten für so viele Besucher nicht gereicht“, so Wermann. Die Eltern und Großeltern waren begeistert vom Dargebotenem. Immer wieder wurden Handys und Tablets gezückt, um den Nachwuchs auf Fotos oder Film zu bannen.

Dabei zeigten die 20 Kinder und Jugendlichen zwischen drei und vierzehn Jahren in ihren kurzen Stücken das ganz normale Alltagsleben eines Teenagers. Das, was Eltern und Lehrer eigentlich jeden Tag miterleben können. Doch in gespielter, überspitzter Form wurde das, was im Alltag oft anstrengend und nervend ist, zum humorvollen, unterhaltsamen Spaß für die Zuschauer. Jeder konnte etwas Bekanntes wiederentdecken. Egal ob aus Eltern- oder Kindersicht.

„Die Kids wollen aktuelle Themen zeigen, das was sie beschäftigt. Und nicht Hase und Igel. Gerne spielen sie sich ein bisschen älter und frecher, als sie jetzt sind. So können sie mehr aus sich herausgehen“, hat Wermann die Erfahrung mit seinen jungen Theaterschülern gemacht. Im ersten Halbjahr habe man noch gemeinsam über mögliche Themen gesprochen, dann habe er erste Texte geschrieben, erzählt der studierte Theaterregisseur und Maler. Jungs und Mädchen, Freundschaft und Musik standen dabei ganz oben auf der Hitliste.

Im zweiten Schulhalbjahr begannen die Kinder, selber Texte zu verfassen. So wurde die Flüchtlingsthematik zu einem Western verarbeitet. Humorvoll, aber mit Schießerei, war der Wunsch der Jungen. Wer ist cooler? Wer war zuerst da? Wem gehört das Land? Das sind die Fragen, die sich Cowboys und Indianer in dem Zehn-Minuten-Stück stellen. Nur damit am Ende ein Alien erscheint, und das Land für sich beansprucht. Wenn doch alles so leicht zu lösen wäre.

In dem Einakter „Mathe fällt aus“ widmet man sich den Gerüchten. Wie in Paul Webers bekanntem Gemälde „Das Gerücht“ von 1943, auf dem eine ständig dicker werdende Schlange zu sehen ist, nimmt auch in dem Theaterstück die Vermutung, dass der Matheunterricht ausfällt, weil der Lehrer von einer Biene gestochen wurde, riesige Ausmaße an. Auf einmal soll der Lehrer sogar gestorben sein, bis er, wie eine überirdische Erscheinung, vor den Kindern steht.

In jedem der acht kurzen Theaterstücke, die immer von kleinen, oft bezaubernden Einlagen der Musikschüler umrahmt werden, steckt daher stets ein Hauch Pädagogik und Lebensweisheit. Viel öfter sollte man über dumme Sprüche wie „blinde Kuh“ oder schnelle Vorverurteilungen auch als Erwachsener einmal nachdenken.

So widmet sich auch das neue Herzensprojekt von Wermann, das nach den Sommerferien an Schulen starten soll, einem wichtigen Thema: Der Gewaltprävention. Auf schauspielerischer Ebene will man sich dem schweren Thema nähern.

Von Ulrike Gawande

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