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Sonja Karas aus Hohenbruch will an die Spitze

Bundesparteitag der Grünen Sonja Karas aus Hohenbruch will an die Spitze

Wenn am Sonnabend beim Bundesparteitag von Bündnis 90/Grüne auch die Wahl der Parteispitze stattfindet, will sie mitmischen: Sonja Karas (42) aus dem Kremmener Ortsteil Hohenbruch bewirbt sich als Bundesvorsitzende. Sie hat eine Mission, und die lautet: endlich wieder Inhalte

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Sonja Karas, Stadtverordnete in Kremmen

Quelle: Robert Tiesler

Hohenbruch. Sie ist gerade mal seit zwei Jahren bei den Grünen, will nun aber durchstarten. Sonja Karas aus Hohenbruch, einem Ortsteil von Kremmen, will Bundesvorsitzende ihrer Partei werden. Seit Wochen reist die 42-Jährige durch Deutschland, um die Basis von ihrer Kandidatur zu überzeugen.

Immerhin wird sie am Sonnabend beim Bundesparteitag in Halle/Saale auch gegen die Amtsinhaber Simone Peter und Cem Özdemir antreten.

Sie hat eine Mission, und die lautet: endlich wieder Inhalte. „Nach der 2013er-Wahlschlappe trat der gesamte Bundesvorstand zurück, und der neue kündigte eine umfassende, sichtbare Profilschärfung unserer Partei an. Ich kann sie bis heute nicht erkennen“, sagt sie. Deutschland befinde ich in einer Zeitenwende und in einer tiefgreifenden demokratischen Krise. „Wir brauchen ein Signal“, so Sonja Karas. Gefordert sei eine wahrhaft alternative Politik, sie fordert „starke ökologische, soziale, basisdemokratische und gewaltfreie Prinzipien.“

Es sei bitter, dass es „nur rechts außen Leute gibt, die die Energie der Unzufriedenen und Ängstlichen aufgreifen.“ Gegendemos müssten her, ein deutliches glaubwürdiges politisches Angebot. Rituale wie Anklage und Empörung seien zu wenig. Den letzten „Asylkompromiss“ bezeichnet sie als „gefährlichen Stammtisch“, es sei nicht bündnisgrün, da zuzustimmen.

Es ist eine lange Liste, die Sonja Karas vorlegt. Es geht um grüne Werte, die Schere zwischen arm und reich, um die Verzögerung der Energiewende, um Rüstungsexporte. Ihr Motto ist: „Wandel wagen – Demokratie retten“.

Ob sie damit am Sonnabend in Halle große Chancen hat, bleibt abzuwarten. Vom Brandenburger Landesverband und dessen Chef Clemens Rostock wird sie nicht explizit unterstützt. Es handele sich, so Rostock, um einen „politischen Alleingang“. Seit 2013 mischt sie in der Politik mit. Sie war Konzertveranstalterin, Vermarkterin und ist Beraterin in Sachen Management und Strategien. Bis vor kurzem half sie als Beisitzerin im Brandenburger Landesverband der Grünen, zog 2014 in die Stadtverordnetenversammlung in Kremmen ein und leitet dort den Bauausschuss. Das bezeichnete sie schon vor einiger Zeit in einem MAZ-Interview als „Crashkurs in Sachen Politik“. Egal wie das Ergebnis beim Parteitag ausfällt – sie will weitermachen, und nicht nur in Kremmen.

Von Robert Tiesler

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