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Sonntags geht’s hoch hinaus

Oranienburger Turmbläser Sonntags geht’s hoch hinaus

Mit Trompeten und Posaunen besteigen sieben Musiker jeden Sonntag den Turm der Oranienburger Nicolaikirche. 45 Meter geht’s hinauf. Das Ensemble erfreut die Zuhörer nun schon seit drei Jahren mit der Musik am Nachmittag. Die Gruppe sucht Verstärkung. Höhenangst sollten Interessenten nicht haben.

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Proberunde: Albrecht Rademacher, Elisabeth Brunnemann-Rademacher, Anette Semper, Kilian Beyer und Kathrin Schüler (v. l.). Mit zum Team gehören außerdem Günther Schawer und Peter-Jürgen Sell.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Auf Sommerwetter hoffen die Musiker für kommenden Sonntag. Dann klettern sie wieder mit ihren Instrumenten die 175 Stufen hinauf, um in luftiger Höhe von 45 Metern Musik zu machen. Von der Plattform der Oranienburger Nicolaikirche. Wie jeden letzten Sonntag im Monat ab 16 Uhr für eine gute halbe Stunde. Nur zwischen Dezember und Februar ist Winterpause, „bei Frost frieren die Ventile ein. Auftauen, das geht da oben nicht“, erklärt Kathrin Schüler.

Seit mittlerweile drei Jahren treffen sich die sieben Musiker mit Trompeten und Posaunen zum sonntäglichen Musizieren über den Dächern der Stadt. Zur Landesgartenschau erfreuten bereits Musiker im Wechsel die Oranienburger mit Musik vom Turm, „wir haben es wieder aufgegriffen“, so Anette Semper.

Rund 8000 Besucher zählt das offene Gotteshaus durchschnittlich im Jahr. Rund ein Drittel davon wagt auch den Aufstieg auf den Turm. „Bei guter Sicht sieht man den Fernsehturm“, berichtete Anette Semper. Oben zieht es immer ein wenig, man müsse sich warm anziehen. Und doch macht es dem Bläserensemble Freude. Auch oder gerade weil sie viele Reaktionen bekommen. „Mancher schreibt, dass er extra die Fenster öffne, um unser Spiel zu hören. Viele Menschen versammeln sich im Schlosspark für die Zeit“, weiß Elisabeth Brunnemann-Rademacher. Ihr ist der Teamgeist der Bläser zu verdanken. Nicht nur dem heute 19-jährigen Kilian Beyer hat sie vor neun Jahren die ersten Trompetentöne beigebracht, auch Kathrin Schüler ist durch ihre Schule gegangen. Damals, als sie mit einem Kreuzbandriss zu Hause lag, erinnert sich die Software-Entwicklerin, sei Elisabeth Brunnemann-Rademacher zu ihr nach Hause gekommen. Neubau, fünfter Stock. Inzwischen ist sie umgezogen, aber nicht wegen der Nachbarn. Sie habe nur vormittags geübt, wenn alle auf Arbeit waren, betont sie mit einem Schmunzeln.

Gern hätte die Gruppe Verstärkung. Fit auf dem Instrument sollte jeder sein und auch höhentauglich. Vor allem fehlt eine Tuba. Auch wenn es gar nicht unproblematisch ist, das große Instrument ohne Anstoß und Beulen nach oben zu bugsieren.

Für den kommenden Sonntag, 28. Juni, ab 16 Uhr hat Elisabeth Brunnemann-Rademacher alte Tänze und Choräle herausgesucht. Auch Barockes bringen sie zu Gehör, ab und zu auch Mozart oder Gospel. Sie lädt ein, beim Sonntagsspaziergang, „dass man einfach mal vorbeihören kann”. Probe ist übrigens immer am vorhergehenden Dienstag ab 19 Uhr in der Kirche. Das Gartentor steht offen.

Von Heike Bergt

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