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Sozialverein will präsenter werden

Kremmen Sozialverein will präsenter werden

Den Märkischen Sozialverein (MSV) aus Oranienburg gibt es schon seit 25 Jahren. Auch die Stadt Kremmen fördert ihn finanziell. Dennoch ist er im Bewusstsein der Kremmener bislang kaum verankert. Deshalb lud der MSV zu mehreren Infoveranstaltungen in den Kremmener Ortsteilen.

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MSV-Chefin Gabriele Wolff (l.) und ihre Kollegin Liane Hoffmann bei der Vorstellungsrunde in Groß-Ziethen.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Der Märkische Sozialverein (MSV) aus Oranienburg möchte sich stärker in Kremmen engagieren. Er ist zwar schon seit vielen Jahren auch für die Kremmener da und wird von der Stadt finanziell mitgefördert, „aber er ist noch nicht im Bewusstsein der Leute“, sagt Gerhard Mittelstädt, der Leiter des Seniorenbeirates in Kremmen.

Aus diesem Grund reisten Gabriele Wolff, die Geschäftsführerin des MSV, und ihre Kollegin Liane Hoffmann in den vergangenen Wochen durch die Ortsteile. Entsprechende Informationsveranstaltungen fanden in Beetz, Hohenbruch, Kremmen und Groß-Ziethen statt – mitorganisiert vom Seniorenbeirat sowie von Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse. Außerdem präsentierte sich der Verein am Donnerstagabend im Kremmener Sozialausschuss. „Kremmen unterstützt den MSV schon viele Jahre“, sagt Klaus-Jürgen Sasse, „ohne, dass wir uns näher gekommen sind.“

Ähnlich äußerte sich MSV-Geschäftsführerin Gabriele Wolff am Mittwochnachmittag bei dem Treffen in der alten Schule in Groß-Ziethen. „Viele kennen den MSV noch nicht.“ Das könnte sich nun ändern, denn der Verein stellte in den diversen Veranstaltungen seine Zeile und Angebote vor. So habe die Schuldnerberatung momentan 16 Klienten aus Kremmen. Die höchste einzelne Schuldsumme liege bei vier Millionen Euro, sagte Gabriele Wolff – woraufhin in Groß-Ziethen erst mal leises Gemurmel einsetzte. Insgesamt liege die Schuldsumme bei den 16 Kremmenern, die sich vom Märkischen Sozialverein beraten lassen, bei 4,8 Millionen Euro. Insgesamt gebe es 162 Gläubiger.

Beratungsräume in Kremmen gibt es allerdings nicht, wobei das aus Sicht von Gabriele Wolff durchaus auch einen Vorteil hat. „Wenn jemand hier auf dem Dorf unsere Räume aufsuchen würde, dann könnte es ja passieren, dass das gleich ein Thema im Ort ist.“ Deshalb würden die Räume in Oranienburg auch für eine gewisse Anonymität sorgen – was zumindest die bloße Kontaktaufnahme angeht.

Der MSV bietet etwa 100 Selbsthilfegruppen an – drei davon befinden sich im Kremmener Raum. Dabei handelt es sich um eine Gruppe zum Thema Brustkrebs, über Osteoporose und die abstinenten Alkoholiker. „Ich bin immer wieder beeindruckt von den Gruppen“, sagte Gabriele Wolff. Alle seien sie sehr engagiert und sorgen unter den Teilnehmern immer wieder für neue Informationen.

Die MSV-Chefin versprach den Groß-Ziethenern am Mittwoch, künftig mehr in ihrer Region präsent zu sein und ältere Leute erreichen zu wollen. Sie bot für das kommende Jahr kleinere Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen an.

Von Robert Tiesler

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