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Spalier stehen für faszinierende Technik

Mildenberg Spalier stehen für faszinierende Technik

Zum 15. Mal wurden im Ziegeleipark Mildenberg Oldtimer präsentiert – Raritäten der Automobilgeschichte zogen die Blicke der mehrere tausend Besucher auf sich. Zur Freude des Veranstalters gab es ein Besucherplus.

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Beim Defilee der Fahrzeuge mussten die Fahrer Auskunft über ihre Raritäten geben.

Quelle: Uwe Halling

Mildenberg. Ein Lichtblick in der verregneten Saison: die 15. Faszination Technik macht die Sommerflaute im Ziegeleipark fast vergessen: allein am Samstag kamen 5300 Gäste zur Traktoren- und Oldtimerschau ins Museum. Der Sonntag entwickelte sich bei Ausflugswetter ebenfalls gut. Jürgen Wilkens wäre auch bei Schnee gekommen. „Solange kein Salz auf der Straße liegt, fahre ich meinen Oldtimer bei jedem Wetter. Gut 3000 Kilometer im Jahr“, sagt er. Wilkens besitzt einen IFA F8, Baujahr 1954, in grün. Den hat er seit sechs Jahren und er möchte ihn nicht mehr hergeben. „Danach habe ich solange gesucht. Das wäre, als würde ich meine Frau verkaufen“, sagt der Uckermärker und zieht von der Rückbank ein Köfferchen: „Jetzt machen wir Picknick-Musik“. In der schwarzen Box versteckt sich ein Grammophon. Wilkens kurbelt drei Mal und aus einer Ecke der Kiste kommt feinster Swing.

 

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Die extravaganten Fahrzeuge zogen tausende Gäste an.

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Luise wippt kurz und zieht ihren Papa dann weiter zur nächsten Fahrzeugreihe. Dort zeigt sie auf eine Brockenhexe und sagt: „Die möchte ich“. Eigentümerin Carolin Schlegel aus Burgwall war gerade nicht in Sicht. Aber auch sie wird vermutlich an ihrem Traktor hängen. Warum das bei ihr und anderen so ist, kitzelte Moderator Thomas Hentschel aus den Eigentümern, von denen die meisten eigentlich lieber einen Schraubendreher denn ein Mikrofon halten, bei der Parade heraus. Eine Familie aus Nassenheide hat sich mit einem Mazda 323 eingereiht – einer von 10 000, die zu DDR-Zeiten aus Westdeutschland eingeführt worden sind. Gebaut am Frauentag 1982. „Irgendein Hobby braucht der Mensch. Andere fahren nach Spanien, ich schraube“, sagt einer von der Traktorengarde. Ein anderer erzählt, wie er seinen Robur Kipper aus einer Scheune schneiden musste, weil der so eingewachsen war. Cadillac, Opel Commodore oder auch ein blank polierter Moskwitsch zogen Blicke und Kameras auf sich. Familie Brumm aus Wandlitz ist früher selbst Moskwitsch gefahren und deshalb zum Oldtimertreffen gekommen. „Wir würden jetzt keinen mehr fahren, weil wir im Alter etwas Höheres brauchen, aber sehen wollten wir wieder einen“, sagt die Ehefrau, für die der Ziegeleipark noch Neuland war.

„Wir haben einige Besucher, die zum ersten Mal da waren“, sagt Karina Walenski vom Marketing. Parallel zum Fest gab es eine Besucherbefragung, um herauszufinden, wie die Gäste auf das Fest aufmerksam wurden und welchen Weg sie dafür auf sich nahmen. Keine weite Anreise, aber als Partner einige Runden zu drehen hatten lokale Vereine; angefangen von den Mildenberger Schlepperfreunden über den Feuerwehr-Oldtimerverein Gransee bis zum Oldtimer-Stammtisch Zehdenick.

Von Cindy Lüderitz

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