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Oberhavel Spargelanbau weiter in der Kritik
Lokales Oberhavel Spargelanbau weiter in der Kritik
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20:30 14.08.2014
Ministerin Anita Tack am Donnerstag in Rauschendorf. Quelle: Cindy Lüderitz
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Rauschendorf

Nach Ansicht der Akteure reagiere die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises im Rauschendorfer Spargelfall zu langsam oder gar nicht auf Hinweise aus der Bevölkerung und ihre Möglichkeiten gegen die Ausweitung des Spargelbetriebs nicht ausschöpfe. Damit werde die Gefährdung eines schützenswerten Biotops in Kauf genommen. „Die UNB weigert sich bislang, das Bundesnaturschutzgesetz zur Anwendung zu bringen“, so ein Sprecher.

Auf rund 350 Hektar rund um das Dorf wurde durch den Agrarbetrieb in diesem Frühjahr Spargel angebaut. Die Splitterflächen liegen in einem Vogelschutzgebiet, weshalb der Anbau der Sonderkultur anzeige- und genehmigungspflichtig gewesen wäre. Das ist nicht passiert. Erst nach einer Anzeige eines Einwohners sind die Verwaltungen auf den großflächigen Anbau aufmerksam geworden und ließen die Arbeiten per Ordnungsverfügung zumindest vorübergehend stoppen. Die ursprünglich geplante Erweiterung auf mehr als 600 Hektar ist inzwischen vom Tisch. Zwischen 40 und 100 Hektar Spargel sollen im nächsten Jahr noch dazukommen. Das Bürgerbündnis lehnt die Erweiterung ab und hofft auf die Unterstützung des Ministeriums. Der Leiter des Naturparks Mario Schrumpf sagte gestern, Spargelanbau in dieser Dimension habe mit Nachhaltigkeit nichts zu tun. „Das, was wir hier erleben, ist keine Landwirtschaft mehr, sondern Agrarindustrie“, so Schrumpf. Dem Betreiber sei jedoch kein Vorwurf zu machen – „er nutzt die Bedingungen, die ihm das Gesetz ermöglicht.“

Ministerin Tack wollte sich zu den Vorwürfen gegen die beteiligten Behörden gestern nicht äußern. „Ich höre mir das gerne an, nehme es mit und dann gucken wir, was wir in absehbarer Zeit korrigieren können, sofern es zutrifft“, erklärte die Politikerin. Sie wolle zu diesem Fall erst das Gespräch mit den Abteilungsleitern ihres Hauses führen, um sich ein Bild von dem Verfahren machen zu können. Das Bürgerbündnis prüft unterdessen rechtliche Schritte sowohl gegen beteiligte Behörden (wegen Untätigkeit im Amt) als auch gegen den Agrarbetrieb, der nach Ansicht der Initiative gegen das Verschlechterungsverbot verstoßen und damit europäische Verträge verletzt habe.

Von Cindy Lüderitz

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