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Oberhavel Spaß und Sport in Hennigsdorf
Lokales Oberhavel Spaß und Sport in Hennigsdorf
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13:10 21.05.2015
Die Reifen auf entfernt stehende Kegel zu werfen erfordert vollste Konzentration. Quelle: Marion Bergsdorf
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Hennigsdorf

Der Atemlos-Song von Helene Fischer animierte Kinder und Erwachsene, beim Aufwärmen mitzumachen. Auf dem Sportplatz des Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums hatten sich gestern Morgen knapp 900 Sportbegeisterte mit und ohne Behinderung eingefunden, um am 16. Integrationssportfest des Landkreises Oberhavel teilzunehmen. 27 Schulen und Einrichtungen nahmen teil und sorgten für die Rekord-Teilnehmerzahl. Diese erklärt sich Annette Koegst, Geschäftsführerin der organisierenden Pur-Gesellschaft, damit, dass im Vorfeld des Festes der Kontakt zu den Schulen gesucht und gefragt worden war, was gefällt und was weniger gut ankommt.

Den Prominentenwettkampf zu Beginn finde man eher langweilig, dafür möge die Pause bis zur Siegerehrung attraktiver gestaltet werden, hieß es. Auf diese Wünsche ging die Pur natürlich ein und hatte ein attraktives Rahmen- und Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. So sorgten sportliche Spiele mit Leuten vom Hennigsdorfer Jugendfreizeitzentrum „Conny Island“ oder ein Rugby-Showkampf mit den Cheerleadern „Blue Rugby Catz“ für Abwechslung zwischen den Wettkämpfen.

Und auch die einzelnen Disziplinen der Wettkämpfe wie Hopseballslalom, Reifenzielwurf, Säckchenzielwurf und Torwandschießen kamen gut an. „Die Disziplinen sind ein bisschen anders und machen Spaß. Wir lachen viel“, sagte die 13-jährige Anjelina Hoffmann von der Diesterweg-Oberschule Hennigsdorf.

Die 35-jährige Andrea Seipelt von der Oranienburger Behinderteneinrichtung St. Johannesberg stand beim Torwandschießen an und erklärte: „Das macht richtig Spaß, vor allen Dingen zusammen mit anderen.“ Und der zehnjährige Jonas Baron aus der Waldschule Oranienburg meinte: „Ich bin zum ersten Mal hier, die Spiele sind lustig. Ich finde das Fest super.“

Für Holger Mittelstädt, Leiter der sportbetonten Waldgrundschule in Hohen Neuendorf, ist das Integrationssportfest des Landkreises eine gute Gelegenheit, seinen Schülern „vor Augen zu führen, dass sportliche Leistungen von den körperlichen Möglichkeiten abhängen“. Seine Schüler würden „oft nicht mitbekommen, dass andere Kinder Einschränkungen haben“, das Fest fördere spielerisch den Inklusionsgedanken. Gerade seine Sportschüler würden damit lernen, Achtung vor den Leistungen Behinderter zu entwickeln.

Gefragter Ehrengast des Festes war gestern die Schwimmerin und dreifache Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn. Sie erzählte, wie sie nach ihrem Motorradunfall und der erlittenen Behinderung wieder mit dem Leistungssport angefangen hatte.

Von Marion Bergsdorf

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