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Oberhavel Spejbl und Hurvinek gastierten in Oranienburg
Lokales Oberhavel Spejbl und Hurvinek gastierten in Oranienburg
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15:32 03.04.2016
Hurvinek und Spejbl begeistern seit nunmehr über 90 Jahren Jung und Alt auf der ganzen Welt. Quelle: Weser
Oranienburg

Bis zum letzten Stuhl ist die Orangerie besetzt. Das Publikum wartet gebannt darauf, dass es endlich losgeht. Ein Glöckchen erklingt, dann betreten die Holzmarionetten Spejbl und Hurvinek mit ihren beiden Strippenziehern die Bühne. Gewohnt humoristisch, kritisch und reflektierend beginnt das Gastspiel. Auf die ersten Gags muss das Publikum nicht lange warten. Am vergangenen Freitag gastierte das berühmte tschechische Theater „Spejbl und Hurvinek“ aus Prag in der Oranienburger Orangerie.

„Wie schaffst du das nur Vati, dass du seit nunmehr 95 Jahren ohne augenscheinliche Veränderung nicht alterst?“, fragt Hurvinek seinen Vater Spejbl. Dieser antwortet, jedes Material ermüde irgendwann, vor allem bestimmte Teile davon. „Welche Teile benutzt du denn am meisten Vati?“ Vater Spejbl zögert, und will sich gar nicht auf die Fragestunde seines Sohnes einlassen. Hurvinek klopft mit seinen Füßen auf den Boden, ist ungeduldig, wippt vor Aufregung hin und her, und ruft dabei immer wieder: „Vati, nun sag schon. Vati.“ Herr Spejbl gibt nach, und antwortet: „Den Kopf. Den Kopf benutze ich am meisten.“ Es sind diese zweideutigen Szenerien, die zwischen Vater und Sohn immer wieder funktionieren. Das Publikum wartet förmlich darauf. Seit vielen Jahren scheint genau dies das Erfolgsrezept des Prager Theaters, das seine Anhänger auf der ganzen Welt findet, zu sein.

Vater und Sohn bei Musizieren. Das Programm kam beim Publikum in der Orangerie sehr gut an. Quelle: Weser

Seit Jahrzehnten begeistern die Marionetten Jung und Alt. 1920 betrat Spejbl das erste Mal die Bühne, sein Sohn Hurvinek 1926. Die zwei berühmten tschechischen Marionetten zählen zu den Hauptakteuren der Programme. Dazu gehören noch Hurvineks Freundin Manicka, sowie ihre Oma Frau Katerina Hovorkova.

Das Programm ist abwechslungsreich, und auf die unterschiedlichen Altersgruppen abgestimmt. So finden zwischen den bekannten Figuren kleine Szenen mit neuen Figuren statt, die entweder tanzen, Akrobatik vorführen oder Eiskunstlauf präsentieren. Besonderes Gelächter brach in der Orangerie aus, als Marionettenspieler Michal Barták mit einer lebensgroßen Puppe tanzte, und über die Bühne fegte.

Michael Bartak fegte mit einer lebensgroßen Puppe über die Bühne. Quelle: Weser

Die generationsübergreifenden Gespräche zwischen Vater und Sohn sind nach all den vielen Jahren stets das Highlight der Aufführungen. Dabei vergessen die Macher nicht, sich sozialkritisch zu äußern. Die Marionetten halten damit der Gesellschaft den Spiegel vor, und ulken nicht einfach nur herum.

Legendär ist dabei die Frage nach der Liebe, die auch am Freitag nicht fehlen durfte. Teilweise hört man das Publikum flüstern, weil sie den Text auswendig können. „Sag mal Vati, was ist das eigentlich die Liebe?“ „Ist das eine Frage, oder was?“ Hurvinek löchert weiter: „Wie zeigt sich die Liebe zum Beispiel bei den Menschen, Vati?“ Herr Spejbl antworten: „Sie zeigt sich, dass sich zwei Menschen gern haben.“ Hurvinek stutzt: „Aber Vati, warum haben sich zwei gern, und nicht drei?“ Vater Spejbl anwortet daraufhin: „Das gibt es auch, und oft.“

Von Juliane Weser

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